Alte Satzung

Weitere Ordnungen
§ 1. Name und Sitz
  1. Der Radsport-Verband Hamburg e.V. (nachfolgend Verband genannt) wurde am 20.08.1950 in Hamburg gegründet. Der Verband ist Mitglied im Hamburger Sportbund e.V. (HSB) und im Bund Deutscher Radfahrer e.V. (BDR).
  2. Der Verband hat seinen Sitz in Hamburg und ist in das Vereinsregister des Amtsgerichts Hamburg (Geschäfts-Nr. 69 VR 47 93) eingetragen. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2. Zweck und Aufgabe

  1. Der Verband ist die Vereinigung von eingetragenen Radsportvereinen und Radsportabteilungen der Sportvereine und Verbände in Hamburg (im Nachfolgenden Vereine genannt)
  2. Aufgabe des Verbandes ist die Förderung und Betreuung des Radsports und die sportliche Ertüchtigung seiner Mitglieder. Besonderer Wert wird auf die Jugend- und Nachwuchsarbeit gelegt.
  3. Der Verband verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung.
  4. Der Verband ist nach demokratischen Grundsätzen aufgebaut. Er ist parteipolitisch neutral und vertritt den Grundsatz religiöser, weltanschaulicher und kultureller Toleranz.
  5. Der Verband sieht es für seine Aufgabenerfüllung als unerlässlich an, die Kenntnisse, Fähigkeiten, Erfahrungen und Sichtweisen von Frauen und Männern gleichermaßen einzusetzen.
  6. Der Verband bündelt die Interessen der radsportbetreibenden Vereine. Er vertritt den Radsport als Ganzes.

§ 3. Zuständigkeit

  1. Dem Verband obliegt die Genehmigung und Beaufsichtigung von offiziellen Veranstaltungen und Aktivitäten der Vereine und Mitglieder sowie die Durchführung eigener Veranstaltungen.
  2. Die Satzung wird ergänzt durch die Sportordnung und die Wettkampfbestimmungen des BDR.
  3. Die Vereine sind wirtschaftlich selbstständig. Sportlich sind die Vereine Unterorgane des Verbandes und des BDR.
  4. Die Satzung eines Vereins darf nicht den Grundsätzen der Satzung des Verbandes und des BDR entgegenstehen. In Zweifelsfällen ist die Satzung des BDR maßgebend.

§ 4. Mitgliedschaft

  1. Mitglied des Verbandes kann jeder in Hamburg im Vereinsregister eingetragene Verein und Abteilungen von Sportvereinen und Verbänden, die Radsport betreiben, werden (§ 2 Ziff. 1 ). Vereine die ihren Sitz außerhalb Hamburgs haben, können mit Genehmigung ihres zuständigen Landesverbandes in den Verband aufgenommen werden. Die Aufnahme erfolgt durch den erweiterten Vorstand und ist durch die Hauptversammlung zu bestätigen.
  2. Die Vereine müssen sich selbsttätig vor der Mitgliedschaft im Verband beim Hamburger Sportbund oder dem zuständigen Landessportbund als Verein anmelden bzw. gemeldet sein. Der Verband übernimmt keine Haftung gegenüber dem Verein und Rechten Dritter.
  3. Nach Aufnahme eines Vereins in den Verband werden alle Mitglieder dieses Vereins mittelbar Mitglied im Verband. Die Mitglieder der Vereine sind über ihren Verein gleichzeitig Mitglied im BDR.
  4. Personen, die sich um den Radsport besonders verdient gemacht haben, können, auch wenn sie nicht Mitglied des Verbandes sind, zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Die Ernennung erfolgt durch den erweiterten Vorstand.
  5. Zu Ehrenvorsitzenden können besonders verdienstvolle Verbandsvorsitzende ernannt werden. Die Ernennung erfolgt auf Vorschlag des erweiterten Vorstandes durch die Hauptversammlung. Bei mehreren Ehrenvorsitzenden hat jeweils nur ein Ehrenvorsitzender Sitz und Stimme im Vorstand. Die Ehrenvorsitzenden benennen den stimmberechtigten Ehrenvorsitzenden aus ihrer Mitte.

§ 5. Pflichten der Vereine und Mitglieder

  1. Für alle Mitglieder sind die Satzungen des Verbandes und des BDR, sowie für Jugendmitglieder die Jugendordnung des BDR verbindlich.
  2. Alle Vereine sind zur aktiven Bekämpfung des Dopings aufgerufen. Jedes Mitglied ist verpflichtet die Doping-Bestimmungen in eigener Verantwortung zu beachten (siehe BDR-Satzung § 10 Absatz 7).
  3. Für alle Vereine besteht die namentliche Meldepflicht ihrer Mitglieder an den Verband.
  4. Die Vereine entrichten Beiträge, Gebühren und Sonderabgaben an den Verband.

§ 6. Ende der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft endet durch:
    1. Auflösung
    2. Austritt
    3. Ausschluss
    4. Tod (bei Mitgliedern)
  2. Der Austritt aus dem Verband kann mit einer Frist von 6 Wochen zum Ende des Geschäftsjahres erfolgen. Die Austrittserklärung muss schriftlich erfolgen.
  3. Verstöße gegen die Satzung können den Ausschluss aus dem Verband zur Folge haben. Über den Ausschluss entscheidet der erweiterte Vorstand. Der Ausschluss ist schriftlich mitzuteilen. Der Ausschluss ist wirksam, wenn nicht innerhalb eines Monats nach Zugang dagegen schriftlich begründet Einspruch beim geschäftsführenden Vorstand eingelegt wird. Über den Einspruch entscheidet endgültig die ordentliche Hauptversammlung. Bis zu dieser Entscheidung ruht die Mitgliedschaft.

§ 7. Organe des Verbandes

Die Organe des Verbandes sind:
  1. die Hauptversammlung
  2. der Vorstand
  3. der geschäftsführende Vorstand
  4. der erweiterte Vorstand
  5. der Sportausschuss
  6. der Ältestenrat
Die Organe des Verbandes können zu ihrer Unterstützung Referenten für Fach- und Sonderaufgaben berufen.

§ 8. Hauptversammlung

  1. Die Hauptversammlung ist das höchste beschlussfassende Organ des Verbandes.
  2. Nach Beendigung des Geschäftsjahres findet innerhalb von 3 Monaten eine Hauptversammlung statt. Es ist mindestens einen Monat vorher schriftlich vom geschäftsführenden Vorstand unter Angabe des Tagesordnungsvorschlages einzuladen.
  3. Je angefangene 25 Mitglieder (einschließlich Jugendlicher, Stand Ende des Geschäftsjahres) haben die Vereine das Recht einen stimmberechtigten Vertreter (Delegierten) zur Hauptversammlung zu entsenden. Teilnahmeberechtigt sind alle Mitglieder des Verbandes.
  4. Anträge zur Hauptversammlung müssen mindestens 14 Tage vor der Versammlung beim Verband schriftlich (Post/Fax/E-Mail) eingereicht werden und von diesem den Mitgliedsvereinen zugeschickt werden (Post/Fax/E-Mail). Anträge die später oder erst auf der Hauptversammlung gestellt werden, können nur behandelt werden, wenn ihre Dringlichkeit mit Stimmenmehrheit beschlossen wird. Anträge über Erweiterung oder Änderung bestehender Anträge sind auch auf der Hauptversammlung möglich.
  5. Die Hauptversammlung ist zuständig für:
    1. Festlegung der Tagesordnung
    2. Genehmigung der Niederschrift
    3. Entgegennahme und Genehmigung der Berichte des Vorstandes und des Kassenberichtes des abgelaufenen Geschäftsjahres
    4. Entgegennahme des Berichts der Kassenprüfer
    5. Entlastung des Vorstandes
    6. Neuwahlen und Bestätigungen
    7. Änderungen oder Neufassung der Satzung und der Geschäftsordnung der Hauptversammlung
    8. Festsetzung der Beiträge, Gebühren und Sonderabgaben
    9. Beratung und Beschlussfassung über den Haushaltsplan
    10. Beratung und Beschlussfassung über eingegangene Anträge
  6. Der nach den Richtlinien der Kinder- und Jugendordnung der Hamburger Sportjugend durch die Vereinsjugendleiter gewählte Jugendleiter des Verbandes ist von der Hauptversammlung jährlich zu bestätigen.
  7. Der vom Vorstand verpflichtete Verbandstrainer ist jährlich von der Hauptversammlung zu bestätigen.
  8. Die Mitglieder des Ältestenrates werden bis zur übernächsten ordentlichen Hauptversammlung gewählt.
  9. Die Hauptversammlung wählt bis zur übernächsten ordentlichen Hauptversammlung zwei Kassenprüfer welche kein Mitglied eines Verbandsorgans sein dürfen.
  10. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst, soweit die Satzung nicht etwas anderes bestimmt. Der 1. Vorsitzende oder der 2. Vorsitzende leiten die Hauptversammlung. Der Verlauf der Hauptversammlung wird durch einen Schriftführer in einem Protokoll festgehalten und von diesem und dem Versammlungsleiter unterzeichnet.
  11. Änderungen der Satzung bedürfen einer Zweidrittelmehrheit der anwesenden Delegierten der Hauptversammlung. Satzungsänderungen dürfen nicht Inhalt von Dringlichkeitsanträgen sein. Der Antrag der Satzungsänderung ist auf der Einladung zur Hauptversammlung als eigenständiger Tagesordnungspunkt zu vermerken. Anträge zur Satzungsänderung müssen dem Verband mindestens sechs Wochen, den Vereinen mindestens vier Wochen vor Beginn der Hauptversammlung vorliegen.
  12. Auf Antrag eines Delegierten werden Wahlen geheim durchgeführt. Näheres regelt die Geschäftsordnung.
  13. Jede ordnungsgemäß einberufene Hauptversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Delegierten beschlussfähig.
  14. Eine außerordentliche Hauptversammlung kann vom Vorstand einberufen werden. Sie muss einberufen werden, wenn mindestens 1/3 aller Vereine diese schriftlich beim geschäftsführenden Vorstand beantragen. Die außerordentliche Hauptversammlung hat innerhalb von vier Wochen, nach Eingang des Antrages beim geschäftsführenden Vorstand, stattzufinden. Die außerordentliche Hauptversammlung hat die Rechte einer ordentlichen Hauptversammlung. Die Fristen aus den Absätzen 2 und 4 werden halbiert.

§ 9. Der Vorstand

Der Vorstand vertritt den Verband nach innen und außen. Er führt dessen Geschäfte auf der Grundlage der Beschlüsse der Verbandsorgane. Der erweiterte Vorstand ist zwischen den Hauptversammlungen das höchste beschlussfassende Organ des Verbandes.

  1. Der Vorstand besteht aus:
    1. dem 1. Vorsitzenden
    2. dem 2. Vorsitzenden
    3. dem Schatzmeister
    4. dem Sportausschussvorsitzenden
    5. dem Beauftragten Leistungssport
    6. dem Beauftragten Breitensport
    7. dem Pressewart
    8. dem Jugendwart
    9. den Fachwarten entsprechend Geschäftsordnung der Hauptversammlung
    10. dem Ehrenvorsitzenden
  2. Dem erweiterten Vorstand gehören an:
    1. der Vorstand
    2. die 1. Vorsitzenden der Vereine oder deren Vertreter
  3. Der geschäftsführende Vorstand besteht aus:
    1. dem 1. Vorsitzenden
    2. dem 2. Vorsitzenden
    3. dem Schatzmeister
  4. Vorstand im Sinne von § 26 BGB sind der 1. Vorsitzende und der 2. Vorsitzende. Jeder von ihnen ist allein vertretungsberechtigt.
  5. Die Mitglieder des Vorstandes werden bis zur übernächsten ordentlichen Hauptversammlung gewählt.
  6. Der 1. Vorsitzende oder der 2. Vorsitzende leiten die Vorstandssitzungen und sonstige Sitzungen des Verbandes.
  7. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn vier seiner Mitglieder, darunter der 1. Vorsitzende oder der 2. Vorsitzende, anwesend sind. Beschlüsse außerhalb des Haushaltsplanes bedürfen der Anwesenheit von zwei Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes.
  8. Der erweiterte Vorstand kann bei dauernder Verhinderung eines oder mehrerer seiner Mitglieder die vakanten Ämter bis zur nächsten Hauptversammlung kommissarisch besetzen. In diesem Fall ist es zulässig zwei Vorstandsämter in einer Person zu vereinen.
  9. Der Vorstand tagt regelmäßig und verbandsöffentlich. Er kann im begründeten Fall die Verbandsöffentlichkeit mit einfacher Mehrheit ausschließen.
  10. Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung.

§ 10 Der Sportausschuss

  1. Der Sportausschuss entscheidet in allen sportlichen Streitfällen auf Antrag des Vorstandes oder eines Mitgliedes, das geltend macht in seinen Rechten verletzt zu sein. Er entscheidet insbesondere über Einsprüche / Proteste gemäß Sportordnung, gegen Maßnahmen und Entscheidungen von Wettfahrausschüssen, die bei Wettkämpfen des Landesverbandes und seiner Vereine getroffen wurden. Verfahrensgrundlagen sind die Bestimmungen des BDR.
  2. Dem Sportausschuss gehören an:
    1. der Sportausschussvorsitzende
    2. der Jugendleiter sofern die Entscheidung die Jugend betrifft
    3. ein Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes
    4. der betroffene Fachwart
    5. der Vorsitzende des betroffenen Vereins oder sein Vertreter

§ 11 Der Ältestenrat

Der Ältestenrat besteht aus drei auf der Hauptversammelung zu wählenden Mitgliedern, die nicht dem erweiterten Vorstand angehören dürfen oder andere Aufgaben im Verband wahrnehmen. Der Ältestenrat ist die oberste Schiedsstelle innerhalb des Verbandes.

Der Ältestenrat entscheidet über Beschwerden nach § 13 und über Streitigkeiten, die nicht Sache des Sportausschusses sind. Insbesondere entscheidet er über außersportliche Maßnahmen des Vorstandes sowie über Streitigkeiten zwischen Verbandsorganen oder zwischen Verband und Vereinen.

§ 12. Beiträge, Gebühren und Sonderabgaben

  1. Die Vereine zahlen an den Verband für jedes Vereinsmitglied einen jährlichen Beitrag, der von der Hauptversammlung festzusetzen ist. Der Beitrag ist mit der jährlichen Mitgliedermeldung innerhalb der ersten drei Monate des Geschäftsjahres fällig.
  2. Neumitglieder der Vereine sind dem Verband binnen zwei Monaten namentlich zu melden, Beiträge für Neumitglieder sind sofort fällig.
  3. Der Vorstand des Verbandes ist bei dringendem Bedarf berechtigt, besondere Abgaben in Form von Umlagen bei den Vereinen einzufordern. Einer solchen Forderung müssen vorher zwei Drittel der Vereinsvorsitzenden zustimmen.
  4. Einnahmen dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwandt werden.

§ 13. Disziplinarmaßnahmen

  1. Der Vorstand ist befugt, gegen Vereine und deren Mitglieder, die durch ihr Verhalten das Ansehen des Sports, des Verbandes oder eines seiner Mitglieder schädigen, bzw. gegen die Sportordnung des BDR verstoßen, Strafen zu verhängen. Die Strafen können bestehen in:
    1. Verwarnungen
    2. Sperren
    3. Geldstrafen bis zu € 100
    4. Ausschluss (§ 6 Ziff. 3).
  2. Dem Mitglied, gegen das eine Strafe vom Vorstand verhängt wurde, steht das Recht zu, innerhalb von 14 Tagen nach Zustellung des Beschlusses, beim Vorsitzenden des Ältestenrates schriftlich Beschwerde einzureichen. Die Beschwerde ist zu begründen. Eine Beschwerde hat aufschiebende Wirkung.
  3. Soweit die Vorschriften der Sportordnung des BDR eine Entscheidung der Rechtsorgane des BDR zulassen, steht dem betroffenen Mitglied der Rechtsweg zum BDR offen. Die Anrufung des BDR Sportgerichts hat unter Kenntnisgabe an den 1. Vorsitzenden des Verbandes zu erfolgen. Die Entscheidung des BDR Sportgerichts ist für den Verband bindend.
  4. Bei Dopingvergehen entscheidet das Bundesschiedsgericht nach der Sportordnung des BDR.

§ 14. Auflösung des Verbandes

  1. Die Auflösung des Verbandes kann nur auf einer für diesen Zweck einberufenen Hauptversammlung beantragt werden und mit ¾ Mehrheit beschlossen werden. Sie ist erst wirksam, wenn der Beschluss in einer vier Wochen darauf erneut durchzuführenden Hauptversammlung durch die anwesenden Mitglieder wieder mit einer ¾ Mehrheit bestätigt wird. Liquidatoren sind in diesem Fall der 1. Vorsitzende und der Schatzmeister, soweit die Hauptversammelung nichts anderes bestimmt.
  2. Im Falle der Auflösung fällt das Vermögen des Verbandes an den Hamburger Sportbund mit der Auflage es zur „Förderung des Radsports“ zu verwenden.

§ 15. Schlussbestimmung

Die Satzung vom 25.2.2006 tritt nach der Genehmigung durch das Registergericht Hamburg in Kraft.

Diese Satzung stellt eine Neufassung der ersten Satzung des Verbandes vom 20.8.1950 und deren Überarbeitung vom 28.2.1976 dar.

1. Vorsitzender   2. Vorsitzender
Volker Heyer      Tom Soltau

Hamburg, den 12.02.2009

&nbs;
30.04.2006

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