Radverkehr entlang der Alster

Da kommt Verzweiflung auf

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Suchbild mit 3 RadfahrerInnen Richtung Ohlsdorf

„Weis mal die Radfahrer darauf hin, dass sie sich rücksichtsvoll verhalten! Besonders entlang der Alster längs der Rathenaustraße.“ Kein Problem! In der Straßenverkehrsordnung stehen gleich hinterm aktuellen Änderungsstand und dem Inhaltsverzeichnis folgende Sätze „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht“ und „Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“ Das sind Sätze von allgemeingültiger Bedeutung. Mit ein bisschen Umformulierung, etwa: „Verhalte dich so, dass keiner geschädigt, gefährdet oder unnötig belästigt wird. Sei vorsichtig und nimm Rücksicht!“ werden schon fast die 10 Gebote ersetzt. Der Satz: „Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“ ist vielleicht noch ein wenig griffiger. Das gilt auf dem Fußweg, auf dem Radweg, auf der Straße und auch bei Funktionärssitzungen. Haltet Euch dran!

Betrachtet man den Auslöser für derartige Betrachtungen, kommt dann doch Verzweiflung auf. Der Radweg ist knapp ausreichend für eine Richtung, deshalb werden die Radfahrer auf den schmalen und auch nicht viel breiteren Alsterwanderweg geschickt. Entspanntes Spazierengehen ist damit nicht mehr möglich, jedenfalls nicht zwischen „Hindenburgstraße“ und „Am Hasenberge“. Fußgänger beschweren sich über Rennfahrer. Damit wird im Zweifelsfall auch der Alltagsradler gemeint sein, der nur schnell nach Hause will. Die Lage ist also verzweifelt, weil die Behörden Radfahrer auf Fußgänger loslassen. Aber nicht wirklich ernst, wenn jeder gelassen und rücksichtsvoll bleibt. Und ein 2.Mal verzweifelt man, weil die eigentliche Lösung wirklich einfach wäre. Man sorgt dafür, dass man sich mit dem Rad sicher auf der Straße bewegen kann. Ab auf die Straße vom ADFC , wird einem immer sympathischer.

Eine Ortsbesichtigung am frühen Mittwochabend erbrachte 0 Rennfahrer, 0 Spaziergänger, 0 Hunde und auch keinen Kinderwagen, 6 Alltagsradler waren unterwegs, 5 benutzten den schmalen Radweg in der falschen Richtung. Nur einer hoffte auf Spaziergänger, um sie auf dem Wanderweg in Angst und Schrecken versetzen zu können.

Die Wintersaison steht an, es geht wieder ins Gelände. Nehm Rücksicht! Immer in der Hoffnung, die Leute zu Fuß, wissen auch um die unnötige Belästigung anderer.
Burkhard Sielaff
01.09.2011

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