Oles Blog

Ein Hamburger in Amerika

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Foto: STRADALLI/Privat

"So etwas habe ich noch nicht erlebt - nicht in 12 Jahren Rennsport" gibt Ole Quast, der Hamburger Stevens Racing-Team-Fahrer in Amerika immer noch beeindruckt wieder. Das Finale der US-amerikanischen Speed Week Kriteriums-Serie in Athens, Georgia war eine einzige Party. Über 40.000 Zuschauer bevölkerten den Kurs inmitten der Studentenhochburg und sorgten nicht nur bei Ole für Gänsehaut vor dem Rennen. Inmitten des letzten Rennens der Serie war es dann nicht anders. "Es war kaum möglich, sich mit dem Teamkollegen zu verständigen. So etwas habe ich bislang nur einmal erlebt und das war bei der Cross-WM in Belgien. In dreier, vierer-Reihen standen die Zuschauer." In Feierstimmung war auch das gesamte Stradalli-Team, für welches Ole fährt. Nach den weiteren Renntagen in Walterboro und Spartanburg, konnte der dritte Platz in der Team-Wertung begossen werden. Dazu gab es für Florenz Knauer, einen weiteren deutschen im Team, ebenfalls den dritten Rang im Gesamt-Klassement. Ole Quast wird als 16er in der End-Abrechnung geführt und wird damit zweitbester des US-Teams. "Damit bin ich sehr zufrieden. Es waren bei jedem Rennen sehr viele starke amerikanische Rennfahrer mit dabei, die Top-Teams der US-Szene, alles was da Rang und Namen hat. Ich konnte mich immer gut zeigen und habe vorne viel gearbeitet."

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Foto:STRADALLI/Privat

In den nächsten Wochen steht dann erst einmal die Erholung auf dem Programm, wenn auch noch das eine oder andere lokale Rennen auf ihn wartet. "Jetzt lassen wir erst mal Luft an die Beine. 1,2 Rennen in Florida kommen noch dazu, bevor es dann im Juni noch mal richtig bunt wird." Richtig bunt heißt auch richtig viel schnell fahren. Die Tour of America´s Dairyland gilt als das größte Strassenrennen der USA. Vom 15. bis zum 25. Juni werden jeden Tag im Bundesstaat Wisconsin wieder die Top-Fahrer um den prestigeträchtigen Sieg fahren. Vom Giro d´Grafton über die Carl Zach Cycling Classics bis zum Race The Harbor Criterium, bevor dann beim abschließenden East Tosa Gran Prix in Wauwatosa, die Sieger feststehen. Nach den Erfolgen bei der Speed Week dürfte das Ziel von Ole und seinem Team klar sein: ein Hamburger fährt vorne in Amerika.

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Foto: STRADALLI/Privat

Ole ist fleißig - am fahren. Die US SPEED WEEK führte ihn und sein Team an den ersten beiden Renntagen zunächst nach Rock Hill, zum dortigen Rock Hill Criterium anschließend nach Caromont, in North Carolina. Das Rock Hill Crit wurde auf einem nagelneuen Asphalt-Kurs ausgefahren. Nicht nur dieser, brachte die Top-Fahrer aus der amerikanischen Criteriums-Szene zum glühen. Ole Quast war jedenfalls begeistert. Von der Strecke, aber auch von dem hohen Niveau, auf dem dort gefahren wurde. "Das war für uns schon ein guter Einstand und die Prämienkasse wurde aufgefüllt." Sein Stradalli-Team konnte ebenso überzeugen. Oles deutscher Team-Kollege, Florenz Knauer war am Ende bester des Teams, und sechster in der Gesamtwertung. Ole Quast erreichte auf Rang 30 das Ziel im Feld. Gemeinsam ging es dann mit dem Team in die Unterkünfte, welche dort oftmals bei Gastfamilien sind. "Das ist da dann schon viel entspannter als in Hotels. Meistens sind das supernette Leute bei denen man unterkommt und die man dadurch kennenlernt" so der 28-jährige.

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Foto: STRADALLI/Privat

Die nächste Station auf der US-Tour war das Straßenrennen in Caromont, genauer in Downtown Belmont. Dabei musste von den Teilnehmern vor allem ein enormer Temperatursturz überstanden werden. Waren es beim gestrigen Rennen noch 30 Grad, so konnte der an der amerikanischen Atlantiküste gelegene Bundesstaat nur noch mit 10 bis 12 Grad und Dauerregen aufwarten. Diese doch eher heimischen äußeren Bedingungen scheinen den deutschen Jungs im Team aber zu liegen. Von Beginn an attakierte Florenz Knauer die Konkurrenz und bestimmte so die Pace. Eine komplette Mannschaftsleistung setzte die favorisierten Teams wie Hincapie-Racing zusätzlich stark unter Druck, so daß am Ende für Oles Team der Tagessieg heraussprang. Mit dem 16. Platz ist Ole mehr als nur zufrieden: "Es läuft bei uns richtg gut. Florenz Sieg ist natürlich der Hammer. Aber das ganze Team funktioniert gut zusammen." Als nächstes steht nun das Rennen in Walterboro an. Dann geht es in Richtung Athens. "Die kommenden Crits fahren wir dann in Universitätsstädten, da brennt dann wirklich die Luft. Da stehen dann auch immer reichlich Zuschauer entlang des Kurses, dass motiviert dann nochmal richtig." Der Motor ist an. Es läuft beim "Hamburger in Amerika".

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Foto: STRADALLI/Privat

OLE QUAST (HRV) fährt fremd. Der Hamburger STEVENS Racing Team-Fahrer ist aktuell in den USA für das Stradalli Cyling-Team unterwegs. Für die nordamerikanische Rennmannschaft war er bereits bei den Alabama Cycling-Classics am Start. Die prestigeträchtige Veranstaltung besteht aus dem King Sunny Criterium und dem McClellean Road Race, eingebettet in einem großen Straßenfest. OLE QUAST: Beim Kriterium am Samstag war alles dabei, was in Amerika Rang und Namen hat. Somit standen 150 Fahrer auf einer 1,2km Runde am Start. Laut unserem Teamchef waren davon 50 in der Lage das Rennen zu gewinnen. Ich schaffte es mit „Auge“ in die erste Startreihe, was schonmal die erste Miete war. Durch die hohe Anzahl an Startern und dass das Rennen unter Flutlicht statt fand, kam es leider zu vielen Stürzen, wo ich zum Glück dreimal ganz knapp dran vorbei kam. Zwei meiner Teamkollegen erwischte es leider ziemlich heftig. Am Ende sprang für mich ein 47. Platz dabei heraus. Nicht besonders gut aber für das zweite Straßenrennen der Saison am Ende dann doch zufriedenstellend. Vor allem war ich froh, nicht gestürzt zu sein.

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Foto: STRADALLI/Privat

Am Sonntag folgte ein 140km langes Straßenrennen mit zwei Anstiegen pro Runde , einer davon hatte übrigens 24 %. Leider wurde das Rennen schon an diesem nach 5km voll eröffnet. Damit wurden leider 3/4 des Feldes auf dem falschen Fuß erwischt  - unser Team auch. Somit hieß es für uns die Jagd auf die 30 Ausreißer zu machen, da wir keinen unserer Fahrer vorne hatten. Für mich war nach zwei Runden und getaner Arbeit das Rennen vorbei und der Akku leer. Am Ende schafften es gerade mal 24 der 150 gestarteten Fahrer ins Ziel. Am kommenden Wochenende geht es dann mit der Speed-Week weiter: Das sind mal eben sechs Rennen in 9 Tagen (http://usacrits.com/speed-week/). Ich bin gespannt was dabei heraus kommt. In Oles Team (http://carbonroadbikebicyclecycling.com/) wird internationalität groß geschrieben. Außer ihm gehören noch zwei weitere Deutsche, ein Mexikaner, drei Nordamerikaner und zwei Fahrer aus der Domenikanischen Republik zum Kader des Rad-Herstellers. Wie es ihm und seinem Team bei der kommenden "Speed-Week" erging, gibt es dann beim nächsten "ein Hamburger in Amerika".

Ole Quast/Joerg Steffens
04.05.2017

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