DM-Rad-Querfeldein am 6. Januar in Herford

Elite: Sickmüller und Birkenfeld holen Silber und Bronze nach Hamburg

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Auch am Sonntag, hat es bei den ersten diesjährigen Deutschen Meisterschaften - im Rad-Cross – spannende Rennen gegeben.
Die gesamte deutsche Elite – natürlich auch aus Hamburg –war präsent. Rennfahrer aus der Hansestadt holten zwei Medaillen.
 
Allein am Sonntag waren rund 4500 Zuschauer gekommen, um das Rad-Event in Herford auf dem extrem schwierigen City-Kurs – live -mitzuerleben. Tagelange Regenfälle hatten den größten Teil der Rennstrecke in Schlamm-Pisten verwandelt.

Elite Frauen
Bei den Elite-Frauen war Hanka Kupfernagel, die amtierende Zeitfahrweltmeisterin aus Brandenburg, die absolute Top-Favoritin. Als besonders stark galten unter den fachkundigen Beobachtern auch Birgit Hollmann (Kleinmachnow) und Nicole Kampeter (RC Endspurt Herford).
Tatsächlich hat Hanka Kupfernagel die Rad-Cross-DM überlegen gewonnen – vor der erst 20-jährigen Stefanie Pohl vom BRC Zugvogel Berlin und Birgit Hollmann. Der Kurs in der Parkanlage am Langenberg „stellte höchste Anforderungen an die Technik der Fahrerinnen und an das Material“ (rad-net). Hanka Kupfernagel: „ Die Bedingungen waren heute grenzwertig. Ich bin schon lange nicht mehr so ein schlammiges Rennen gefahren.“
Auf den vierten Platz kam Susanne Juranek (RSC Oldenburg 1965) – vor Nicole Kampeter und Gesa Brüchmann (RSG Nordheide), die - eigentlich zu den Juniorinnen (!) gehörig – ein „großartiges Rennen“ (Jens Schwedler, Sportlicher Leiter beim Hamburger Team Stevens) gefahren ist. Auf Platz 13 kam Anne-Josephe Bertram (RV Germania Hamburg).
 
Elite Männer: Am Schluss siegt doch noch Malte Urban
Das härteste Rennen wurde bei der Elite der Männer gefahren. Toni Kirsch, Bundesjugendleiter beim Bund Deutscher Radfahrer (BDR) sprach – in Anspielung auf die „Kopfstein-Hölle von Paris-Roubaix“ von der „Höllen-Schlammschlacht von Herford“ Als Top-Favorit galt bei den Experten Malte Urban, der Routinier aus Herford, der angeblich an der Entwicklung der DM-Strecke 2008 maßgeblich beteiligt war. Zu den heißen Anwärtern auf den Sieg zählten auch sein Focus-Teamkollege Finn Heitmann sowie vor allem die beiden Hamburger Stevens-Crosser René Birkenfeld – während des Rennens noch amtierender Deutscher Meister - und Johannes Sickmüller, der Gewinner des Deutschland-Cup Querfeldein 2007 /2008.
Eher hanseatisch zurückhaltend hatte sich Jens Schwedler, selbst dreimaliger Deutscher Meister im Cross-Fahren, bei den Prognosen vor der DM gegeben: „Im vergangenen Jahr konnten wir fünf Medaillen gewinnen, aber es wird schwer, daran anzuknüpfen, die Konkurrenz hat aufgeholt. Eine Goldmedaille wollen wir aber trotzdem schon gerne holen.“
Am Sonntag wurde in einem erbitterten Kampf am Schluss Malte Urban der neue Deutsche Meister; er verwies Johannes Sickmüller auf den zweiten Platz. Rene Birkenfeld, der über weite Strecken des Rennens geführt hatte, gewann schließlich die Bronze-Medaille - vor Finn Heitmann und Fabian Brzezinski (Igas Wendland). Damit holte sich Malte Urban, der Lokalmatador von Herford, zum dritten Mal die Goldmedaille, obgleich er noch in der ersten Hälfte des Rennens gestürzt war. Urban: „Ich bin im Training hier so oft gefahren, ich kenne jede Baumwurzel mit Vornamen.“ Der neue Meister weiter: „Die Leute haben mich einfach nach vorne gepeitscht.“
 
Benjamin Hill vom Harvestehuder RSV v. 1909  gelang es am Ende, als 10., hinter Paul Voß (Team 3C Gruppe-Focus) ins Ziel zu kommen – Voß war vor dem Rennen noch als Geheimfavorit gehandelt worden.
 
Auf den 23. Platz fuhr Philipp Becker (HRV), Sebastian Grospitz (RG Uni Hamburg) rollte, auch von der Schlammschlacht schwer gezeichnet, als 28. über die Ziellinie.
 
Junioren: Ergebnisse überraschen die Experten nicht
Bei den Junioren waren beim Deutschland Cup  gleich fünf Fahrer von Stevens unter die ersten Zehn gefahren: Toni Bretschneider (Platz 1), Finn Lukas Schmidt (3), Josef Rauber (5), Alexander Voß (7) und Enno Quast (8). An die Spitze wollten bei der DM ebenfalls: Amende Tjark, Tobias Francke und Tim Riekmann (Harburger RG). Bundestrainer Patrick Moster vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hatte hier Fahrer favorisiert: Fabian Danner, Simon Nuber und Michael Schweizer (Radunion Wangen) sowie  Max Walsleben (RG Kleinmachnow) und Josef Rauber (St. Wendel). 
 
Wie haben bei den  DM in NRW die Junioren die Cross-Schlacht nun wirklich überstanden? Die Goldmedaille gewann Fabian Danner – vor Josef Rauber und Max Walsleben. Simon Nuber wurde Vierter.
 
Einen recht guten 8. Platz erkämpfte sich Enno Quast (Harvestehuder RSV v.1909). Noch unter die ersten Zehn kam auch Tobias Francke (Harburger RG). Finn Lukas Schmidt (HRV), Tim Riekmann (HRG) und Tjark Amende (HRG) fuhren auf die Plätze 13, 21 und 23. Die vor den Rennen erstellten Prognosen erfüllten sich also im Wesentlich. Vater Volker Quast formulierte das so: „Es ist standesgemäß gelaufen.“
 
Fazit
Wie im Vorjahr haben die Rennfahrer aus der Hansestadt an zwei Tagen fünf Medaillen geholt – und wurden damit ihrer Favoritenrolle wieder einmal voll gerecht.
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Warmfahren vor dem Start: Benjamin Hill, Rene Birkenfeld und Johannes Sickm?ller

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Jens Schwedler vom "Von Hacht-Team Stevens" freut sich schon vor dem Start

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Gesa Br?chmann strahlt nach ihrem gro?en Rennen

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Zufrieden mit der DM: Udo Spengler (BDR-Vizepr?sident; lks.) und Toni Kirsch (BDR-Jugendleiter) mit Ehefrau

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Noch f?hrt Birkenfeld vor Urban

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Schlammschlacht - immer wieder

Text und Fotos: Manfred Schwarz
06.01.2008

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