Auf den Spuren der Panzerringstraße in Fischbek

Erfolgreich: Erstes Straßenradrennen der RG Uni Hamburg

An die Fischbeker Heide, ein 770 Hektar großes Naturschutzgebiet in Südwesten Hamburgs, grenzte bis 2003 – auf niedersächsischem Gebiet – ein Truppenübungsplatz, der nun wohl bald größtenteils unter Naturschutz gestellt wird. Hier, in Hamburg-Fischbek, auf der ehemaligen Panzerringstraße, in der Nähe der riesigen Anlagen der alten Röttiger-Kaserne - die ab 1937 in die Heidelandschaft gebaut worden war - wurde am Samstag der „1. RG Uni Hamburg Cup ‚Auf der Panzerbahn’“ ausgefahren. 

Fünf Rennen hatte die RG Uni Hamburg organisiert: Junioren U19 (48 Kilometer), Elite FT und Elite Frauen (38,4 Kilometer), Senioren 2, 3 und 4 (48 Kilometer) sowie Männer (B- und C-Klasse; 72 Kilometer). 

Das Hauptrennen über 15 Runden entschieden drei Fahrer, die bereits einige Runden vor dem Schlussspurt dem Hauptfeld scheinbar locker davon gefahren waren. Das Trio arbeitete lange gut zusammen. Die Fahrer im Peloton hatten keine Chance.

Erst am Ende des Rennens fuhr Sebastian Weihausen seinen beiden Kollegen auf und davon: Der Rennfahrer vom Post SV Heide siegte souverän – vor dem Berliner Konrad Opitz (Sportvereinigung Zehlendorfer Eichhörnchen). Dritter wurde – und das freute die Hamburger Organisatoren ganz besonders – Jan Jensen von der RG Uni Hamburg.

Fast auf das Treppchen hätte es noch ein anderer Rennfahrer aus Hamburg geschafft, von der Harburger RG: Immerhin erkämpfte sich Octavian Lungu (1:53:36) den recht guten Platz fünf. Damit war der Sieger nur rund drei Minuten schneller als der HRG-Fahrer.

Der "Jan" von der RG Uni Hamburg, der auf der Panzerstraße Dritter geworden ist, trainiert übrigens oft und gern in den Dolomiten. Hier, im Herzen von Südtirol, ist das Training offenbar besonders effektiv.

Einen überragenden Erfolg erzielte am Samstag Jan-Robin Reikowski (RV Germania Hamburg). Er wurde strahlender Sieger bei der U19. Es gelang ihm, Nils Jablonski (Büttgen 1912) und Sebastian Breuer (Team Cycletec aus Krefeld) auf die Siegerplätze zwei und drei zu verweisen. In der gleichen Zeit (1:24:30) kamen auch Tobias Francke (Platz sieben, Harburger RG) und Torge Adam (Platz neun, RG Hamburg) ins Ziel. Vier Bundesländer waren bei diesem Rennen vertreten: NRW, Hamburg, Schleswig-Holstein; aus Niedersachsen kamen zwei Rennfahrer von TUS Celle 92, einer Radsportabteilung, die erst im Februar dieses Jahres gegründet worden ist.

Prof. Wolfgang Scobel, der Vorsitzende der RG, war am Schluss „glücklich und zufrieden“ – war doch alles abgelaufen „wie am Schnürchen“. Sogar das Wetter spielte mit. Der bewölkte Himmel hatte seine Schleusen nicht geöffnet. Es herrschte echtes „Radfahrwetter“. So freute sich auch der 2. Vorsitzende der RG Uni Hamburg, Rolf Graubner: Das erste Straßenrennen, das seine Radsportabteilung im Hamburger Hochschulsport-Förderverein allein organisiert hat, wurde zum Erfolg. Die Panzerringstraße ist noch gut zu fahren. Der Rundkurs – über 4,8 Kilometer – führt durch herrliche Natur. Einziger Nachteil: In diesem Areal, wo früher Besatzungen von M 48- und Leopard-Panzern sowie Feldjäger ihre Heimat hatten, gibt es heute kaum noch Zuschauer. Hier ist man unter sich - selbst Rehe und Eichhörnchen, die sonst auf Wald und Flur die Szene beherrschen, waren an diesem Renn-Tage konsequent: Auch sie ließen sich nicht blicken. 

Einen Riesen-Vorteil bieten freilich die Rennen der RG Uni Hamburg - in diesem Jahr immerhin schon mit insgesamt rund 150 weiblichen und männlichen Teilnehmern - : Nach dem Panzerbahn-Event am Samstag gibt es am folgenden Sonntag ein weiteres sportliches High-Light, nämlich die Rennen, die vom RV Germania Hamburg am Rande der Hansestadt, in Elmshorn, veranstaltet werden. Dieses "Doppel-Pack-Ereignis" ist attraktiv auch für viele deutsche Rennfahrer, die nicht hoch im Norden beheimatet sind; können doch so gleich zwei Rennen an Orten hintereinander gefahren werden, die sich fast in unmittelbarer Nachbarschaft befinden. Das haben die Organisatoren um Robert Müller, den Sportlichen Leiter der RG Uni Hamburg, bewusst so gemacht. Auch ihnen geht es - zur Freude ebenfalls des Vorstands des Radsport-Verband Hamburg (RVH) - darum, die Attraktivität des Hamburger Radsports noch weiter zu erhöhen.
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Die "Orga-Truppenf?hrung" (von lks.): Rolf Graubner, Wolfgang Scobel, Matthias Grimme u. Robert M?ller

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Die "Versorger" am Verpflegungszelt

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Berg in der Heide: acht Prozent Steigung

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Im Interview: Der Sieger

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Die Sieger auf dem Treppchen

Text und Fotos: Manfred Schwarz
15.09.2007

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