EuroEyes Youngclassics Tour 2018

Im Team von Otter nach Hamburg

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Hamburg stellte für diese Rundfahrt gleich acht Fahrer: Jasper Pahlke, Daniel Prien, Hannes Anders, Benet Metz, Cedric Stein und Noah Böker gingen in diesem Jahr in den Farben der RG Hamburg an den Start. Es war uns außerdem gelungen, Noa Nick Metzler und Jean Luca Kunz als Gastfahrer für den LV Hessen und für ein belgisches Team zu melden. Unsere Hamburg-Equipe wurde drittbestes deutsches Team und erreichte Platz 7 in der Gesamtwertung, die maßgeblich von den dänischen Fahrern dominiert wurde. Glückwunsch, Jungs! Trainer und Betreuer: Leo Diekmann und Tim Peter waren rund um die Uhr im Einsatz und haben einen perfekten Job gemacht.

Bereits am Freitag stand die erste Etappe auf dem Programm, im niedersächsischen Otter. Nicht ganz 70 Kilometer waren aufgelegt, sechs Runden mit Sprintwertungen – und wir erwischten einen Traumstart: Die erste Sprintwertung gewann (sowas von souverän!): Benet Metz, unser amtierender Deutscher Meister über 2000 Meter auf der Bahn. Kaum zwei Kilometer später riss nach einer kleinen Kollision mit einem Mitfahrer bei Benet eine Speiche – und nach dem Radtausch erlaubte ein Kommissär unserem Begleitfahrzeug nicht, ihn wieder ans Hauptfeld heranzufahren. Aus unserer Sicht eine Fehlentscheidung – da half auch ein späterer Einspruch nicht. Benet handelte sich 6 Minuten Rückstand ein und konnte sich an Tag eins von allen Klassement-Zielen verabschieden. An Tag zwei stand morgens ein Mannschaftszeitfahren auf dem Programm – sechs Starter pro Team, die Zeit des dritten im Ziel wurde gewertet. Die Hamburger Taktik: Die drei schwächeren Fahrer hatten den Auftrag, sich auf den ersten Kilometern komplett leer zu fahren, um die starken Fahrer (Jasper, Daniel, Benet) möglichst spät abzuliefern und mit Volldampf allein ankommen zulassen. Hat geklappt: Mit Platz 9 (von 24) durften wir zufrieden sein. Schon hier kristallisierte sich die Dominanz der Dänen heraus – wir werden jetzt mal ganz genau gucken, was unsere Nachbarn im Norden in den vergangenen Jahren in Sachen Jugendarbeit evlt. anders und besser gemacht haben als wir. Die Stärke der Dänen ist wirklich auffällig. Am Nachmittag stand dann die zweite Etappe des Tages an, knapp 60 Kilometer Rundstrecke. Hier hatten wir dann Pech. Unsere starken Jasper und Daniel probierten alles. Versuchten selber, Fluchtgruppen zu initiieren und sprangen bei jedem Fluchtversuch der anderen Fahrer mit – und verpassten dann die entscheidende Konterattacke des Tages, bei der sich vier Fahrer absetzen konnten, die am Ende einige Sekunden Vorsprung herausfahren konnten.

Die Königsetappe aber fand am heutigen Sonntag statt: knapp 60 Kilometer durch Hamburg, raus nach Pinneberg und über Wedel, den Kösterberg und die Elbchaussee zurück zum Ziel auf der Mönckebergstraße – die Cyclassics-Runde, vor ganz, ganz viel Publikum. Gänsehaut! Die Jugendfahrer mussten Gas geben – sie hatten das Profi-Feld (das schneller als erwartet fuhr) nur 15 Minuten hinter sich. Den Organisatoren trieb das kurz den Schweiß auf die Stirn – aber nach einigen Kilometern war klar, dass es keine Probleme geben würde: Die U17er waren mit einem 46er-Schnitt unterwegs (und kamen mit einem Schnitt von 45,7 ins Ziel. Unsere Hamburger verkauften sich sensationell. Fuhren als Team vorne, zeigten Präsenz, versuchten was – auch wenn Jaspers und Daniels Attacken nicht von Erfolg gekrönt waren. Kleines Drama am Kösterberg: Defekt bei Daniel, den wir unbedingt weit vorne ins Ziel bringen wollten. Noah ließ sich zurück fallen, gab Daniel sein Vorderrad und nahm damit den vorletzten Platz der Tageswertung in Kauf – was aber Daniel eine gute Platzierung im Hauptfeld sicherte. Radsport ist Teamsport, das war heute wieder ein großartiger Beweis. Chapeau, Jungs!

Auf der Mönckebergstraße sprintete dann Jasper erneut auf den undankbaren vierten Platz. Wieder Vierter! Nach der DM, nach der Rundfahrt im holländischen Assen. Aber nur ein bisschen, weil es trotzdem ein tolles Rennen war und unsere Jungs gezeigt haben, dass sie sehr weit vorne fahren können. Und das letzte Quentchen Glück, das wird noch kommen, ganz gewiss! Am Ende das drittbeste deutsche Team zu sein – das macht gute Laune und Lust auf mehr. Wir haben da eine tolle Mannschaft am Start, und es sei auch nicht vergessen, dass Noa Nick nach seiner Sommer-Saisonpause die Rundfahrt im Hessen-Trikot perfekt nutzte, um seine aufsteigende Form wieder aufzubauen und Jean-Luca, der ja noch nicht so lange Lizenz-Fahrer ist, wertvolle internationale Erfahrung sammeln konnte. Ein großartiges Wochenende ist vorbei, jetzt ist Regeneration angesagt, bis im September die Deutschen Meisterschaften im Einzel- und Vierer-Zeitfahren anstehen.

Alexander Böker
21.08.2018

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