Vattenfall-Youngclassics

Interview mit Dr. Manfred Schwarz

Wie entstand die Idee einer Vier-Etappenrundfahrt für jugendliche Radrennfahrer unter 17 Jahren?
 
Die Idee, die Youngclassics auf interessante Weise erheblich auszuweiten,  kam ursprünglich vom Unternehmen Vattenfall. Der Radsportverband Hamburg war vom neuem Konzept begeistert. Klar, dass wir unsere Unterstützung zugesagt haben. Wir hatten schon einige Organisationserfahrungen mit den Youngclassics aus den Vorjahren. Diese früheren Rennen liefen jedoch immer nur über einen Tag – und hatten neben den Cyclassics der Profis und der riesigen Jedermannrennen-Veranstaltung besonders in den Medien nur wenig Bedeutung. Mitglieder unseres Verbandes und Mitarbeiter der Agentur Upsolut sowie von Vattenfall haben die vier Etappen, die in diesem Jahr in der Klasse U17 gefahren werden, organisiert. Die Streckensuche und die Abstimmungsprozesse mit  den Kommunen, der Polizei, der Feuerwehr und weiteren Organisationen waren nicht immer einfach. Aber insgesamt ist dann alles erfolgreich gelaufen.
 
 
Wie sind Sie auf die Region Otter / Tostedt gekommen?
 
Im letzten Jahr führten die Südschleife der Vattenfall Cyclassics für die Profis und die „Jedermänner“ zum ersten Mal durch die Nordheide. Die Rennen haben eine sehr gute Resonanz gefunden. Es gab echte Radsport-Begeisterung. Diese hohe Akzeptanz wollten wir nutzen – auch für die Youngclassics. Deshalb fahren in dieser Region in diesem Jahr 17 Mannschaften aus der U17-Klasse – mit jeweils vier Rennfahrern. Darunter sind die besten U17-Fahrer aus ganz Deutschland, die überwiegend in ihren Renn-Teams ihre jeweiligen Landesverbände repräsentieren. Dazu kommen profilierte Mannschaften aus der Schweiz und Dänemark.  In der Region Otter / Tostedt   veranstalten wir  ein Straßenrennen, ein Einzel-Zeitfahren und ein Rundstreckenrennen. Hier liegt also der Schwerpunkt der Vier-Etappen-Tour. Hier haben wir die richtige Infrastruktur. Und hier haben wir eine recht gute Kommunikation und Kooperation zum Beispiel mit dem Bürgermeister von Otter, mit Herbert Busch.
 
 
Welche Rolle spielt Hamburg bei den Youngclassics?
 
In Hamburg gibt es den krönenden Abschluss, die vierte Etappe: Am Samstag folgt dort für die Nachwuchs-Rennfahrer das Rundstreckenrennen „Rund um die Binnenalster“. 
 
 
Was ist das Besondere an der Youngclassics Tour?
 
Um das zu erklären, muss man zunächst einen Schritt zurückgehen: Vor einigen Jahren  entstand die Idee, ein Schülerrennen in die Gesamtveranstaltung Vattenfall Cyclassics einzubinden. Das war eine gute Idee – gut für die Veranstaltung insgesamt und sehr gut für die Förderung des Radsportnachwuchses. Die Schülerrennen an einem Tag haben aber noch nicht genügend Beachtung gefunden – im Gesamtverlauf der Cyclassics. Jetzt machen wir vier Etappen, über drei Tage. Und wir fokussieren dabei auf die U17-Klasse, also auf die Klasse, die besonders wichtig ist für die Rekrutierung neuer Rennfahrer bei den Junioren. Das hat auch der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) besonders begrüßt. Aber auch die U15-Fahrer haben am Samstag ein eigenes Rennen an der Alster.  So erhält die Youngclassics Tour ein beachtliches Profil – und hoffentlich auch Beachtung in den Medien und in der Bevölkerung. Vattenfall und der Radsportverband Hamburg wollen so einen wichtigen Beitrag leisten – zur Förderung der Nachwuchsarbeit.
 
 
Besteht durch das Konzept, nur Lizenzfahrer zuzulassen, nicht die Gefahr, dass der „Unterbau“ vernachlässigt wird? Wie wollen Sie die „normalen“ Schüler und Schülerinnen ansprechen, die jeden Tag mit dem Rad zur Schule fahren,  aber sonst mit Radsport nicht „viel am Hut“ haben?
 
Schule ist genau das richtige Stichwort. Wir müssen dorthin kommen, dass Lehrkräfte und Eltern ihren Schülern bzw. Kindern bereits frühzeitig den Spaß am Radfahren vermitteln. Der Hamburger Schüler-Triathlon spielt hier schon eine herausragende Rolle: Im Stadtpark hat bereits die Premiere im vergangenen Jahr enormen Zuspruch erfahren. Weit über tausend Teilnehmer haben teilgenommen. Das kommt ebenfalls  dem klassischen Radsport zugute. Den Triathlon haben auch viele Lehrer mitorganisiert, die sich für Radsport begeistern. Vor diesem Hintergrund  hatte Vattenfall die Idee, in Hamburg einen Radsport-Schulcup durchzuführen. Der Radsportverband und das Hamburger  Sportamt in der Behörde für Bildung und Sport haben diese Idee engagiert aufgegriffen. Auch der BDR ist angetan. Erste Konzepte wurden diskutiert. Wir gehen davon aus, dass es diesen Schul-Cup – mit mehreren Disziplinen -  bereits 2007 geben wird. Wir arbeiten daran – zusammen mit dem  BDR  und der Vattenfall Europe Hamburg AG. Und ich bin sicher: Das Sportamt  wird das Projekt tatkräftig unterstützen.
 
15.07.2006

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