Christina Lüdtke

Kompliziert, komplizierter, Mädchenradsport!

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Christina beim Crossen

Ich betreibe jetzt seit Ende 2003 Radsport. In diesem Sommer konnte ich endlich die ersten Erfolge einfahren. Das freute mich sehr und stärkte mein Selbstbewusstsein, jedoch macht mich ein generelles Problem im Mädchenradsport wieder nachdenklich: Warum muss man als Mädchen quer durch Deutschland reisen, um gegen weibliche Konkurrenz antreten zu können?

Für die Jungs gibt es im Norden fast jedes Wochenende ein Rennen mit starker Konkurrenz. Mädchenrennen in der näheren Umgebung sind eher selten. Kein Wunder, wenn in einer Zwei-Millionen-Stadt nur ein Mädchen des Jahrgangs 1990 Radsport betreibt. Bei unseren „Nachbarn“ Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sieht es auch nicht viel besser aus. Woran liegt das? Ich weiß es nicht. Das BDR-Reglement ist da nicht sehr hilfreich, laut SPO müssen Mädchen in meinem Alter in der U17m fahren. Selbst Profifahrerinnen können da kaum mithalten. Was soll ich also da?

Ein weiteres Problem durchlebe ich gerade bei der Deutschland-Cup-Wertung im Cross. Von zwanzig DC-Rennen für die männlichen Klassen, sind elf für die Klasse U17w/Juniorinnen geplant. Diese elf sind noch nicht mal alle sicher. Um in die DC-Wertung zu gelangen, muss man mindesten sechs Rennen fahren. Sechs Rennen sind aber 550km und mehr entfernt.

Auch hier stellt sich die Frage, warum gibt es nicht mehr Rennen für Mädels/Frauen bei uns? Warum gibt es keine Crossmeisterschaft der weiblichen Klassen der Nordverbände? Wie kann man so Mädchen für den Crossport begeistern?

Dabei kann Cross unheimlich Spaß machen. Man muss sich auf die Strecke konzentrieren und ständig neue Hindernisse bewältigen. Kurz: Im Cross wird einem nie langweilig. An die Mädchen da draußen kann ich nur sagen: Radsport macht mir trotz all dem unheimlich viel Spaß und ist eine der schönsten Sportarten, die es gibt!
Christina Lüdtke
11.12.2006

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