Main-Spessart Rundfahrt

Mit neuen Trikots am Start

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Am vergangenen Wochenende wurde das zweite Bundesliga Rennen diesen Jahres in Karbach im Spessart ausgetragen. Dazu reisten wir Samstag Mittag an, um uns die Runde vom Renntag anzusehen. Das Abenteuer konnte beginnen.

Als erstes wurden Fotos geschossen mit der neuen Bundesliga-Rennbekleidung, gesponsert von der Tankstellenkonzern „Star“ und unserem Haus- und Hof-Leistungsdiagnostiker „hansehealth“. Zu unserer Trainingsrunde gehörten auch einige Vorbelastungen, um die Beineein wenig auf den folgenden Tag einzustimmen. Schon am Anfang der Runde war uns klar, es wird nicht einfach sein, da der erste Berg zwei hundert Meter nach der Kopfsteinflaster Zieldurchfahrt begann. Noch dazu kam, dass der Berg aus Beton-Platten bestand und überhaupt nicht gut rollte. Der zweite Berg der 17km Runde war noch ein bisschen schwerer, mit maximal 12% der steilste. Am Ende unserer kleinen Testfahrt fuhren wir per Rad wieder zurück zur Unterkunft, etwa 14km vom Zielort entfernt. Aufregend wurde es, als wir nach erledigtem Duschen beim erstbesten Italiener einen Platz fanden und uns reichlich Vorräte bestellten. Nach einer Stunde Wartezeit bekamen wir endlich Hauptgang und Nachtisch, bei uns Nudeln und dann Pizza zum Abgang. Einige Uneinstimmigkeiten über die drei Spaghetti Carbonaras überschatteten unseren Restaurant Besuch ein wenig und das Abendbrot wurde zur Debatte mit der Küchenleitung.

Wieder im Hotel angekommen, konnte das Spektakel weitergehen, denn ein „bisschen“ Unwetter erreichte abends den Ort und entlud sich direkt über uns. Die Folge war ein brennender Dachstuhl ca. einen halben Kilometer von unserem Hotel entfernt. Blitze zischten am Fenster vorbei, hin und wieder gab es Stromausfall und es goss nur so aus Kübeln. Ganz zu schweigen von den fünf großen Feuerwehrzügen, die mit Martinshorn an unserer Unterkunft vorbeirasten. So neugierig wie wir waren, erkundigten wir uns nach dembrennenden Haus und stiefelten im strömenden Regen der Rauchsäule entgegen. Zurückgekehrt gabs Massagen mit der Blackroll, die nicht ganz schmerzfrei waren.

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Am Renntag standen wir wieder ungewohnt spät auf, ca. halb zehn, da wir erst um halb zwei Start hatten. Also frühstückten wir entspannt und besprachen noch einmal unsere Pläne für das Rennen. Bei schon ca. 25 Grad absolvierten wir die 14 Anfahrkilometer ganz entspannt und bereiteten uns anschließend am Start- und Zielort auf das Rennen vor.

Das Rennen begann bei fast 30 Grad im Schatten noch relativ gemächlich, alle 96 Fahrer kamen über den ersten Berg, was mich überraschte, denn ich dachte, es würde mir selbst recht schwer fallen, so wie es sich am Vortag angefühlt hatte. Die positive Verwunderung verflog schnell, als FELIX und ich zum Ende der ersten Runde im Kreisel kurz vor dem Ziel stürzten. Zum Glück waren es bei mir „nur“ ein paar Schürfwunden an Ober- und Unterschenkel, Po und Schulter. Erfahrungsgemäß vertragen die sich schlecht mit Wasser, was ich kurz danach wieder feststellte, als ich ein wenig Wasser aus der Flasche zum Abkühlen über die Wunden fließen ließ. Weniger gut erging es FELIX, der sich einen langen Schnitt an der rechten Hand zuzog und auf Grund von Rahmenbruchs nicht weiterfahren konnte. Gute BesserungDir und Deiner Hand. Hoffe, du bist nächstes Wochenende in Ilsfeld-Auenstein wieder oben auf.

Der Anschluss ans Feld war schnell wieder hergestellt und ich konnte in den Berg als einer der ersten des Feldes gehen. Die Runden verstrichen, Flaschen wurden am laufenden Band leer gemacht und die Hügel wurden von Runde zu Runde steiler. Attacken liefen, hin und wieder auch von uns bzw. JAN (L.), DOMENIC und mir initiiert. Zwischendurch konnte Jan über 30 Sek. Vorsprung rausfahren, sodass er das Spitzenreiter-Duo einholte und anführte. Wir merkten, dass wir langsam aber sicher uns den gebürenden Respekt im Feld erarbeiten konnten, da die Fahrer aus den anderen Landesverbänden sich immer wieder fragten, wer denn die da in den rot-weißen Star-Tankstellen Trikots sind und dass sie erkannten, dass sie unsere Angriffe Ernst nehmen müssen. Trotz unserer hohen Präsenz vorn im Feld , wurde wenig später das Trio eingeholt und das Rennen entspannte sich zunehmend. Das herannahende Unwetter zwang die Rennleitung kurz darauf, ca. zum Ende der 5. von eig. 7 Runden (~125km), das Rennen um eine Runde zu verkürzen.

Handlungsbedarf auf Seiten der Fahrer entstand und das Rennen wurde schneller. Der einsetzende (starke) Regen machte es noch spannender, aber auch lustiger (macht mir mehr Spaß, weil ich mich in diesem Frühjahr zum Schlecht-Wetter-Fahrer entwickelt habe). Die letzte Runde war spektakulär, die Abfahrten wurden immer glitschiger und die Sicht verschlechterte sich. JAN und ich launchten kurz vor Ende einen letzten Angriff, der jedoch von den Topfahren vereitelt wurde. Es kam zum Glück zu keinen weiteren Stürzen innerhalb der letzten Runde, jedoch gelang es einer vier-Mann Spitzengruppe sich abzusetzen und einen 18sek. Vorsprung heraus zu fahren.

JAN als mein Anfahrer bereitete die Zielanfahrt vor und somit hielten wir uns ganz vorn im Feld auf, um noch um den 5. Platz mit zu fahren, denn der Vorprung der Spitzengruppe schien unaufholbar. Im strömenden Regen bogen wir auf die Zielgerade ein und es kam wie befürchtet. Ein Anfahrer des Brandenburger Teams stürzte an 4. Stelle kurz vor uns und alle danach wurden ausgebremst, darunter auch JAN und ich. Wir kamen im durch den Sturz zerfledderten Feld auf Platz 15 und 42 ins Ziel, uns fragend, ob wir jetzt glücklich auf Grund keiner weiteren Stürze oder deprimiert wegen keiner Platzierung sein sollten. Erschöpft im Ziel leerten wir erstmal zwei bis drei Cola Flaschen und begaben uns anschließend zu den überfüllten Duschen.

Eine kleine Nachbesprechung erheiterte jeden, da wir uns endlich einen Namen innerhalb des Feldes erarbeitet hatten und uns mit unseren Leistungen auf nationaler Ebene sehen lassen konnten, chapeau! Nach dem Besuch bei den ausgelasteten Sanitätern (in allen Alterklassen gab es ungewöhnlich viele Stürze) stiegen wir in die Autos und begaben uns auf den Rückweg. Obwohl uns die Vorfälle während des Rennens zunächst milde stimmen ließen, sind wir optimistisch für die nächsten beiden Bundesliga-Rennen kommendes Wochenende in Ilsfeld-Auenstein, wo auch die Berg-DM ausgetragen wird. Ein großes Lob an die Renner und alle in der Verpflegungszone und im Materialwagen! Alles hat super geklappt.
Weitere Ergebnisse: P. PLAMBECK 15., J. LIETZKE 42., D. KARRASCH 56., J. BIEMANN 61., F. HOLST DNF, TAGES-MANNSCHAFTSWERTUNG Platz 10.

Philipp Plambeck
08.06.2016

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