Bericht des 1. Vorsitzenden

Radsportverband Hamburg: Insgesamt positive Entwicklung

Unser Radsport-Verband Hamburg (RVH) ist weiterhin aktives Mitglied im Hamburger Sportbund (HSB) und im Bund Deutscher Radfahrer (BDR). Der RVH in Hamburg integriert als Dachverband mittlerweile 27 Radsportvereine. Diese Vereine offerieren viele, zum Teil höchst unterschiedliche Radsport-Disziplinen. Die Anzahl der Vereine sowie die Zahl seiner Mitglieder sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Zur Zeit hat der Radsportverband Hamburg rund 2400 Mitglieder. In den beiden letzten Jahren verzeichnet der Verband eine überdurchschnittliche Steigerung der Mitgliederzahlen – um rund neun Prozent. Diese Steigerung liegt noch über dem Bundestrend: Der BDR hat die Zahl seiner Mitglieder – allen Auseinandersetzungen um das Thema Doping zum Trotz – immerhin um rund drei Prozent erhöhen können.

Im Hamburger Stadtstaat ist der Radsport-Verband Hamburg – im Vergleich zu anderen Radsportverbänden – ein relativ kleiner Verband, obgleich er mehr Mitglieder zählt als einige andere Landesverbände des BDR, die Radsportler in (größeren) Flächen-Bundesstaaten organisieren. Der Hamburger Verband ist aktiv und zukunftsorientiert. Er hat zum Beispiel zahlreiche Rad-Großveranstaltungen organisiert. Und er hat dafür gesorgt, dass der organisierte Hamburger Radsport an bedeutenden Sportereignissen in Hamburg beteiligt war und ist. Als besonders vorbildlich gelten seit langer Zeit auch bundesweit die Hamburger Vattenfall Cyclassics (früher mit dem Namen HEW Cyclassics) – verbunden mit den Youngclassics und den Jedermann-Rennen. Allein an den Jedermann-Rennen haben 2007 wieder etwa 20 000 Radsportlerinnen und Radsportler teilgenommen. Im Jahre 2007 wurden zum zweiten Mal die Youngclassics über vier Etappen (an drei Tagen) durchgeführt; die letzte Etappe („Rund um die Binnenalster“) für die jungen Nachwuchs-Rennfahrer wurde erneut einen Tag vor den Vattenfall Cyclassics der Profis und den Jedermann-Rennen gefahren.

2007 hat der RVH die Deutschen Meisterschaften Jugend mit Erfolg durchgeführt. Auch bei diesen Straßen-Meisterschaften hat sich gezeigt, dass Hamburg über zahlreiche leistungsstarke Rennfahrer – in den verschiedenen Alters- und Leistungsklassen, ob weiblichen oder männlichen Geschlechts – verfügt. Nähere Einzelheiten werden in den Berichten der zuständigen Fachwarte bzw. des Landestrainers nachzulesen sein.

Die Stärke von Hamburger Vereinen ist zum Beispiel deutlich geworden:
- beim traditionellen Volksdorfer Straßen-Radsport-Event im Juni, das von der RGH durchgeführt wurde
- bei den September-Straßenrennen auf der Panzerbahn in Harburg, für die die RG Uni Hamburg verantwortlich zeichnete
- bei den Radrennen in Elmshorn im September, organisiert von RV Germania
- bei den Betriebssportmeisterschaften in der City Nord (Juni)
- bei den Straßen-Meisterschaften der vier Nord-Verbände (Mai)
- bei der Kids-Cup-Veranstaltung für den Straßen-Nachwuchs (Juni; HRG).

Im Jahre 2007 hat im Stadtpark zum dritten Mal der Hamburger Schüler-Triathlon stattgefunden; an der Durchführung waren etliche Mitglieder des RVH beteiligt.

Im Cross-Bereich ist Hamburg bundesweit Spitze. Das Hamburger Stevens-Team stellte bis Januar 2008 mit Rene Birkenfeld auch den Deutschen Meister. Bei den Cross-Meisterschaften 2008 in Herford holten Hamburger Rennfahrer fünf Medaillen. Auch Hamburger Querfeldein-Rennen fanden starke Beachtung – so zum Beispiel die Rennen in Wedel und - am 2. Weihnachtstag - in Harburg, durchgeführt von Stevens beziehungsweise der HRG.

Ein Juwel für den Hamburger Radsport ist die Radrennbahn in Stellingen. Hier fanden auch in der vergangenen Saison etliche Rennen und andere Veranstaltungen statt, organisiert beispielsweise von der RG Hamburg.

Der Einrad-Sport war wiederum erfolgreich. Ein Höhepunkt in diesem Bereich waren die zweitägigen Wettkämpfe im Rahmen des Hamburg-Cups (Mai). Kunstrad-Fahren hat in der Hansestadt ebenfalls Tradition. Höhepunkt der sportlichen Arbeit in dieser Disziplin war der 1. Tieloh-Cup im Juni. Bemerkenswerte Leistungen zeigen ebenfalls immer wieder die BMX-Fahrer.

Traditionell viel wird auch im Breitensport getan. Dies wurde schon deutlich bei der Eröffnung der Saison, bei der „Bike on“-Veranstaltung in den Walddörfern. Ebenfalls bei der Radsternfahrt des NDR war der RVH aktiv vertreten. Ein Erfolg wurden die Aktivitäten zur Absolvierung des Radsport-Abzeichens.

Führend in Deutschland sind ebenfalls die RTF-Veranstaltungen einiger Vereine im RVH. Diese Groß-Events verzeichnen des öfteren bis zu rund 1000 Teilnehmer.

Die Wanderfahrer bilden eine nicht so große Gruppe – aber sie sind regelmäßig aktiv. Hier ist als ein großes Ereignis das Radwanderer-Treffen der Nordverbände vom September zu nennen. Das traditionelle und zünftige „Abradeln“ am Ende der Saison, im Oktober, hat wiederum viel Freude bereitet.

Der RVH informiert im Internet (www.radsport-hh.de) über die vielfältigen Angebote der Hamburger Radsportvereine und einzelner Fachreferenten. Auch über aktuelle Veranstaltungen berichten immer wieder spezielle Artikel, die auf den Internet-Seiten nachzulesen sind – oft bestückt mit Fotos. Den Schwerpunkt bilden die regionalen Events. Unsere Internet-Seiten präsentieren ebenfalls viele - auch kritische - Meldungen und Hintergrundberichte von regionalen und überregionalen Printmedien sowie von Radio- und Fernsehstationen. Die News, die für unseren Verband wichtig sind, werden in einem spezifischen Artikel-Archiv auch langfristig zugänglich gemacht. Ein extra produzierter Flyer („Aus Liebe zum Radsport“) ist in der Geschäftsstelle des RVH erhältlich (Tel.: 040/449 227): Er informiert in Print-Form kurz und bündig über die Vereine, den Verbandsvorstand und die jeweiligen Fachreferenten.

Der Verband hat auch wieder einen Verbandstrainer, der vereinsübergreifend - auch auf der Bahn - arbeitet.

Die Referenten und Vorstandsmitglieder des RVH sind Ansprechpartner, wenn es um vereinsübergreifende Themen und Arbeiten geht. Über die Homepage des RVH - den Link: Ansprechpartner - kann man diese Referenten und Mitglieder des Vorstands jederzeit leicht anmailen; hier sind sie per Foto abgebildet - auch ihre Telefonnummern wurden an dieser Stelle verzeichnet. Die Referenten arbeiten in den Bereichen:
- Leistungssport
- Jugend
- BMX
- Bahn
- Radwandern
- Kunstradfahren
- Straße
- MTB / Cross
- Radball
- Einradfahren
- RTF
- Breitensport.

In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Vattenfall, der Behörde für Bildung und Sport (BBS), der Triathlon Union und dem RVH hat die Sportevent-Agentur Upsolut an einem Konzept gearbeitet, nach dem im Oktober 2007 in Hamburg erstmals ein „Schul-Rad-Cup“ erfolgreich durchgeführt worden ist. Hier geht es letztlich ebenfalls darum, Radsport an Hamburger Schulen mehr präsent zu machen sowie Schülerinnen und Schüler zu motivieren, einem Radsportverein beizutreten. Nach der Auftaktveranstaltung im Volkspark, an der immerhin rund 500 Schüler – weiblichen und männlichen Geschlechts – teilgenommen haben, soll in den kommenden Jahren wiederum der Schul-Cup ausgefahren werden. Vattenfall – in Kooperation mit Upsolut - sorgt für die Finanzierung und Organisation. Das Unternehmen will seine Investitonen im Jahr 2008 noch beträchtlich erhöhen – so ist der Kauf weiterer MTB-Räder und von zwanzig (!) Rennrädern geplant. Das Mobile Radtransportfahrzeug, mit dem Fahrer und Betreuer Frederik Tychen von Upsolut, steht Schulen – ob nur für zwei Stunden, einen ganzen Tag oder im Rahmen von periodischen Terminen – grundsätzlich jederzeit zur Verfügung. Für diesen Cup hat der RVH einen besonderen Flyer aufgelegt: Er informiert über die Vereine, die sich besonders der Jugendarbeit verpflichtet fühlen.

Der Verband kommuniziert und kooperiert besonders intensiv mit dem Sportamt der Behörde für Bildung Sport (BBS) – im Interesse des Hamburger Radsports. Nach mehreren Gesprächen zwischen den Planern und insbesondere dem RVH-Vorsitzenden ist eine geteerte Rundstrecke im neuen Sportpark inmitten des Hamburger Volksparks geplant, die insbesondere Radsportlern kontinuierlich zur Verfügung stehen soll („Permanente“).

Ein bedeutendes Ziel des Verbandes ist, insgesamt für eine gute Kommunikation und Kooperation zwischen den Radsportvereinen, den verschieden Sportdisziplinen und ihrem – integrierendem – Verband zu sorgen. Deswegen ist in den beiden vergangenen Jahren zum Beispiel die Internet-Arbeit wesentlich intensiviert worden. Unser neues Internet-Nachrichtenportal – Nachrichten Regional und Nachrichten Überregional –, das auch in Kreisen des BDR und des HSB als vorbildlich gilt und über das der Interessierte ebenfalls direkt die einzelnen Vereine anklicken kann, soll im Verband das Gefühl der Zusammengehörigkeit, die Identifizierung, stärken. Eine gute Corporate Identity ist wichtig für die weitere Stärkung der Verbandsarbeit. Der RVH-Internet-Auftritt ersetzt heute eine Verbandszeitung und ist ebenfalls relevant für die Gewinnung neuer Mitglieder, ob jünger oder älter. Eine moderne Internetarbeit ist wesentlicher Teil der verbandlichen Öffentlichkeitsarbeit - im Sinne einer pro-aktiven PR, die auch in den Medien der Hansestadt zur Kenntnis genommen wird. Die Nutzerzahlen für unseren Internet-Auftritt haben sich insbesondere im letzten Jahr enorm gesteigert: Es sind 300 bis 1300 User - je nach spezifischer Tagesaktualität –, die sie täglich anklicken: die RVH-Internet-Seiten.

Gerade in Zeiten, in denen die Gesellschaft in Deutschland häufig Schwierigkeiten hat, beispielsweise die höchst unterschiedlichen Kinder und Jugendlichen – mit und ohne Migrationshintergrund – in die Gesellschaft zu integrieren, kommt dem Sport eine erhöhte Bedeutung zu. Sport ist gesund und erhöht die Leistungsfähigkeit. Er stärkt Körper, Geist und Psyche. Über den Sport – auch an den Schulen – wird die gesellschaftliche Integration besonders von jungen Menschen wesentlich erleichtert. Erfolgreiche Sportler haben die Disziplin entwickelt, die ebenfalls wichtig ist, wenn es gilt, im beruflichen Leben zu bestehen. Finanzielle Investitionen auf sportlichem Sektor rechnen sich – sie sind notwendig für die Durchsetzung und Sicherung bewährter gesellschaftlicher Normen und Werte. Deswegen versucht der RVH, die radsportpolitischen Interessen in Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Medien zur Geltung zu bringen. Grundlage dazu ist zum Beispiel die aktive Mitarbeit im HSB (Landesebene) und im BDR (nationale Ebene). In Gesprächen mit der Stiftung Sporthilfe versucht der Verband, zusätzliche Gelder für seine Arbeit zu gewinnen.

Am Schluss des vergangenen Jahres wurde die Zusammenarbeit mit dem Autobauer Skoda erheblich intensiviert. Skoda Hamburg plant nun, dem RVH permanent ein Fahrzeug zur Verfügung zu stellen – in erster Linie dem Verbandstrainer.

Der RVH dankt bei dieser Gelegenheit den vielen ehrenamtlichen Kräften, die in und außerhalb der Radsportvereine Zeit, Kraft und Geld in den Radsport investieren. Diese aktiven Menschen mit ihrem Engagement sind wichtig für das Funktionieren von Sport – und auch der Gesellschaft. Der Verband dankt ebenfalls den Geschäften und Unternehmen, die den Radsport sponsern. Modernes Sponsoring ist heute mehr denn je im Interesse der vielfältigen sportlichen Aktivitäten notwendig. Sponsoring dient dabei natürlich auch den Interessen der Wirtschaftsunternehmen.


Dr. Manfred Schwarz

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