AGC-Team

Saison 2006 - Von Erfolgen und Niederlagen

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Die Saison 2006 ist auf dem Papier die erfolgreichste seit Bestehen des Teams, in der Gesamtmannschafts­wertung erreichten wir Rang 3 und in der Gesamteinzelwertung erreichte Birgit Rang 2. Beim Blick hinter die Kulissen merkt man, dass so ein Erfolg unwahrscheinlich viel Energie und Zeit für jeden einzelnen kostet. Es mussten viele Opfer gebracht werden und nur wenige überstanden die Saison unbeschadet.

Anfang des Jahres hatten wir viele Bewerbungen aus ganz Deutschland, diesmal waren auch wieder mehrere aus Norddeutschland dabei, was uns sehr freute, da das Team doch eigentlich mal als Nordteam gedacht war. Allerdings reicht der Norden leider nicht aus, um ein wirklich erfolgreiches Bundesligateam auf die Beine zu stellen. Wir sind hier oben einfach zuwenig Rennsport begeisterte Frauen. Mit Susanne Juranek in Rennkreisen JURAZECK, Ulrike und Anne waren wir nur noch drei vom ursprünglichen Kern. Susanne Plambeck, die genau wie Anne die Finger nicht vom Radsport lassen kann, ergänzte uns ab und zu als Seelenverwandte im HRG-Trikot. 

Vor dem Trainingslager verpflichteten wir noch Nicole Heine und Inga Kaiser aus Hessen und Stefanie Degle aus Bayern, sowie Viviane Vaße aus Herford. So konnten wir in abgespeckter Version erstmal über Mallorca düsen. Leider kam Ulrike auf Mallorca mit der Hiobsbotschaft an, sie habe Pfeiffersches Drüsenfieber, was bedeutete nur locker spazieren fahren und die Saison äußerst vorsichtig angehen. Das Trainingslager überstanden wir dann alle relativ unbeschadet und wollten voller Tatendrang in die Rennen starten. Wieder zu Hause angekommen, konnten wir noch zwei Neuzugänge aus Norddeutschland verzeichnen: Nadine Lankeshofer und Katrin Horn. Mit Katrin hatten wir eine weitere gute Bergfahrerin, was für die Bundesligarennen sehr wichtig war, weil dieses Jahr alle Rennen ausnahmslos Bergmeisterschaften waren. Kurz darauf erreichte uns die Botschaft aus dem fernen Nürnberg, das Bergflo Birgit Söllner die Bundesliga wieder für uns fahren wollte. Damit waren wir erstmal wieder eine schlagkräftige Gruppe. 

Was nun anstand war hinlänglich bekannt: unendlich viele lange Autofahrten bei denen wir stundenlang nachdenken konnten, warum sich der gesamte hochkarätige deutsche Frauenradsport nur am Ende der Republik abspielt!? Während unserer kurzen Unterbrechungen der Autofahrten in denen wir Bundesligarennen fuhren, trafen wir Nina Eggert, Triathlonprofi aus Kiel, zurzeit in Frankfurt ansässig. Sie konnten wir aufgrund ihrer unkomplizierten norddeutschen Art schnell verpflichten, einige Rennen für uns zu fahren. Im Laufe der Saison wurde immer deutlicher, Birgit und Susanne liefen zu einer Topform auf und konnten sich immer weiter steigern, sie waren praktisch nicht mehr aufzuhalten. 

Leider hatten wir auf der anderen Seite mit Krankheiten zu kämpfen, die dieses Jahr wirklich zu viele erwischten. In der Reihenfolge Ulrike, Nadine, Katrin, Inga, Steffi, Anne fiel eine nach der anderen aus. Die Bundesligaserie konnten wir dann aber zum Glück doch ziemlich gut absolvieren, da wir uns mit unseren Schwächeperioden einigermaßen abwechselten und immer wider die eine oder andere mit guten Leistungen brillierte. Außer Susanne und Birgit hatte dieses Jahr aber wirklich ein jeder sein Päckchen zu tragen, so gab es oft Frust, weil man sich grämte und grübelte, warum man heute nicht die erwünschte Leistung abrufen konnte. 

Ja, so eine Radsaison, mit unterschiedlichsten Aufenthaltsorten, von Kaschemme bis Sporthotel, und unterschiedlichsten Emotionen ist nicht zu unterschätzen und an welchem Wochenende waren wir eigentlich mal zu Hause? Da waren ja noch diese kleinen Rennen im Umkreis von 400km des eigenen Zuhauses, die wollten wir ja auch noch fahren und natürlich auch gewinnen. 

Bei solchen Rennen lastet besonders viel Druck auf einem, denn man ist ja schließlich das Bundesligateam aus Hamburg. Meistens klappte es ja auch, aber was ist wenn es mal nicht klappt? Da hat der sportliche Leiter alle Hände voll zu tun, die aufgescheuchten Hühner wieder zu beruhigen und ihnen klar zumachen, dass das nicht peinlich ist. Ab und zu gab es auch mal Ärger, weil ja bekanntlich beim Rennen das Blut in den Beinen ist und nicht im Gehirn, aber das sollte unserem Erfolgswillen keinen Abbruch tun. 

Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang auf jeden Fall, unser Sieg beim Messerennen in Köln, bei dem sich Susanne gegen das gesamte internationale Feld von ca. 50 Fahrerinnen durchsetzten konnte. 

Alles in allem können wir, wie wir finden, zufrieden in den Winterschlaf gehen. 
AGC-Team
02.01.2007

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