Cross-DM: Hanka Kupfernagel erneut Weltmeisterin

U 23: Yannick Tiedt und Ole Quast auf den Plätzen 24 und 38

Zum vierten Mal wurde Hanka Kupfernagel (Focus-World Sports Star) Weltmeisterin: Sie hat sich im norditalienischen Treviso - nach 2000, 2001 und 2005 - erneut den WM-Titel im Querfeldein gesichert. Nach 45:15,55 Minuten verwies die 33-Jährige die Niederländerin Marianne Vos sowie Laurence Leboucher aus Frankreich letztlich mit deutlichem Vorsprung auf die Plätze zwei und drei. Bei den U 23 –Fahrern erkämpften sich die Harvestehuder Fahrer Yannick Tiedt und Ole Quast die Plätze 24 und 38.

Nach einem mäßigen Start hatte Hanka Kupfernagel das Rennen auf Platz 20 begonnen, sich bis zum Ende der ersten Runde aber bereits auf Rang vier vorgearbeitet. In der zweiten Runde entschloss sich die amtierende Zeitfahr-Weltmeisterin dann auch schon, zu attackieren. Aus einer Fünfergruppe mit allen Favoritinnen konnte zunächst lediglich die Französin Christel Ferrier-Bruneau folgen, die am Ende jedoch von Vos und Leboucher eingeholt wurde. In der dritten Runde musste Kupfernagel noch einen kleinen Sturz hinnehmen, bei dem ihr Lenker verbogen wurde, der sie aber auf dem Weg zum vierten WM-Titel nicht mehr stoppen konnte. „Trotzdem hatte ich Angst, dass es vielleicht nicht reicht“, atmete Kupfernagel erst auf den letzten Metern auf.

Stephanie Pohl (BRC Zugvogel Berlin) als 13. und Susanne Juranek (RSC Oldenburg) auf Rang 17 sorgten für zwei weitere Platzierungen in den Top 20. Weniger Glück hatte Birgit Hollmann (RC Kleinmachnow), die das Rennen nicht beendete.

Lars Boom gewinnt bei den Männern

Zum Abschluss der Cross-Weltmeisterschaften im norditalienischen Treviso blieb die von Bundestrainer Patrick Moster im Vorfeld erhoffte Überraschung aus. Nach dem Titelgewinn von Hanka Kupfernagel schloss Malte Urban (Team Focus-Alpecin) das Rennen der Männer als bester Deutscher auf Rang 31 ab. Dabei hatte es nach der ersten Runde noch ganz gut ausgesehen: Urban, sein Teamkollege Finn Heitmann und René Birkenfeld (Team Stevens) wiesen noch Tuchfühlung zur 20-köpfigen Spitzengruppe auf, lediglich Johannes Sickmüller (Team Stevens) lag weiter hinten.
In der zweiten Rennhälfte bauten die deutschen Starter jedoch ein wenig ab. Trotz des 31. Platzes und obwohl ihm „letztlich die Luft ausgegangen ist“, war Malte Urban mit dem Ergebnis allerdings nicht unzufrieden. Hinter ihm wurde Heitmann 38., Birkenfeld kam auf den 47. Platz; Sickmüller wurde 49.

Im Kampf um die Medaillen überraschte der Niederländer Lars Boom die Konkurrenz: Der U23-Zeitfahr-Weltmeister hängte in der letzten Runde den Tschechen Zdenek Styba und den Belgier Sven Nys ab und gewann mit einem knappen Vorsprung von fünf beziehungsweise sechs Sekunden die Goldmedaille.

Junioren: Michael Schweizer 28.

Etwas holpriger war der erste WM-Tag für die deutschen Starter verlaufen. Im Auftaktrennen der Junioren waren Max Walsleben (RC Kleinmachnow), Josef Rauber (RSC St. Wendel) und Toni Bretschneider (ESV Lok Zwickau) direkt nach dem Start in einen Massensturz verwickelt. Während Rauber das Rennen mit einem verbogenen Lenker aufgeben mussten, versuchten Walsleben und Bretschneider das Feld von ganz hinten aufzuräumen. So fuhr Walsleben noch auf Rang 29 vor, WM-Debütant Bretschneider beendete das Rennen auf Platz 39. Als bester deutscher Juniorenfahrer tat sich Michael Schweizer (RU Wangen) hervor. Er war aus dem hinteren Drittel gestartet, arbeitete sich rasch nach vorne und wurde letztlich als 28. gewertet.

Den Sieg sicherte sich schließlich der Franzose Arnaud Jouffroy vor dem Slowaken Peter Sagan und Lubomir Petrus aus Tschechien.

U 23: Paul Voß auf Rang neun

Nach den Junioren gingen die U 23 Männer an den Start, wo Paul Voß (Team 3C-Gruppe Lamonta) mit Rang neun ein Top-Ten-Ergebnis für den BDR herausfuhr, damit aber nicht zufrieden war. Zwei Stürze und ein Defekt brachten ihn um eine Medaille. „Ich hatte die Beine der Saison“, so Paul Voß. „Ich hätte Zweiter werden können.“ Drei Runden vor dem Ende hatte er auch noch an zweiter Stelle gelegen. Sein Freund Philipp Walsleben (Team Palmans-Cras) kam als 16. ins Ziel – ein Platten zu Beginn der dritten Runde verhinderte ein besseres Ergebnis.

Für Yannick Tiedt (Harvestehuder RSV), der in der Startrunde in einen Sturz verwickelt worden war, reichte es am Ende noch zu Platz 24. Der Deutsche U23-Meister Marcel Meisen (RSC Stolberg), ebenfalls zu Beginn in zwei Karambolagen geraten, arbeitete sich noch auf Rang 30 vor, während Ole Quast (Harvestehuder RSV) am Ende 38. wurde.

Weltmeister wurde hier der Belgier Niels Albert vor dem Franzosen Aurelien Duval. Auf Platz drei landete überraschend der Italiener Cristian Cominelli.
BDR / MSz
28.01.2008

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