Cross-Weltcuprennen in Kalmthout

Vielversprechende Bilanz zum Weltcup-Auftakt

Ohne Topergebnisse, aber mit guten Leistungen zeigen sich die Querfeldein-Radfahrer vom Stevens Cyclo-Cross Team Hamburg beim ersten Weltcup der Saison im belgischen Kalmthout.
Bereits im Vorfeld hatte der Trainer des Stevens Cyclo-Cross Teams Hamburg, der Pinneberger Jens Schwedler, die Erwartungen an den ersten Weltcup im belgischen Kalmthout gedämpft: "Wir sind derzeit mit allen Fahrern im Trainingslager in Tangstedt, da können die Sportler gar nicht optimal vorbereitet in den Wettkampf gehen: sie sind nicht ausgeruht und haben harte Trainingseinheiten hinter sich." Dennoch wollten die Fahrer von Hamburgs Cross-Team wissen, wo sie stehen - und auch Punkte für den Weltcup sammeln.
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Christian Heule war einer der aktivsten Verfolger

Mit Abstand bester Stevens-Fahrer war allerdings ein Schweizer, der auch nach Auflösung des Profiteams Ende vergangenen Jahres der Hamburger Bikeschmiede treu geblieben ist: der Schweizermeister Christian Heule belegte beim Weltcupauftakt in Kalmthout den siebten Platz, nachdem er bis zu Beginn der letzten Runde in der Gruppe um Platz 2 gekämpft hatte. Bereits früh hatte sich der spätere Sieger, der Tscheche Zdenek Stybar von der überraschend großen Verfolgergruppe abgesetzt und auf dem winkligen Kurs von Kalmthout einen Vorsprung von über 40 Sekunden herausgefahren, den nur Worldcup-Seriensieger Sven Nys in der letzten Runde noch ein wenig verringern konnte. Christian Heule hatte diese bis zu zehn Mann starke Gruppe lange angeführt, weswegen der Stadionsprecher auch immer wieder von der "Groupe Heule" sprach, wenn er die Verfolger von Stybar meinte. Am Ende musste Heule aber dann doch der langen engagierten Führungsarbeit Tribut zollen und sich mit dem siebten Platz begnügen.
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Davon konnten die deutschen Fahrer im Stevens-Trikot nur träumen. Allerdings konnte sich der Deutsche Meister René Birkenfeld (Dresden) zunächst auch in dieser Verfolgergruppe festbeißen. "Aber die waren dann doch zu schnell für mich, vor allem, weil ich das Trainingslager doch sehr in meinem Beinen spürte." Drei von elf Runden konnte Birkenfeld mit der Weltspitze mithalten, ehe er langsam den Rückzug antrat. Zwei Runden vor Schluss musste er dann auch noch den besten Deutschen, Malte Urban aus Herford, passieren lassen und belegte schließlich einen Platz hinter Urban den 24. Rang. Pech hatte der Deutsche Vizemeister Johannes Sickmüller (Hamburg), der bereits im Start in einen Sturz verwickelt war und auf dem engen Kurs von Kalmthout versuchen musste, sich an den Konkurrenten vorbei wieder nach vorne zu arbeiten. Platz 30 hatte er schon erreicht, als an einer Engstelle es zu einem Zweikampf kam, den beide daran beteiligten deutschen Fahrer verloren. Bis ins Ziel konnte Sickmüller, nach der unnötigen Karambolage sichtlich entnervt, keine Plätze mehr gut machen und wurde letztlich als 41. platziert.
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Ole Quast war nicht unzufrieden

Sein Ziel, unter die Top20 zu fahren, erreichte auch der Hamburger Nachwuchsfahrer Ole Quast nicht: nachdem er sich drei Runden lang im vorderen Drittel des U23-Rennens aufgehalten hatte, musste er mit Rückenschmerzen zurückstecken: "Auch das Trainingslager hat sich deutlich bemerkbar gemacht", so Quast nach dem Rennen. "Aber eigentlich bin im Großen und Ganzen zufrieden: vor allem, weil ich viel größere Gänge treten konnte als noch im letzten Jahr." Ob es aber schon bis Europameisterschaft im schweizerischen Hittnau in zwei Wochen schon reicht, wagt der 18-jährige Stevens-Fahrer noch nicht einzuschätzen. Sascha Wagner wurde 39., Sascha Weber 40.
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Josef Rauber vor seinem schweren Sturz

Im Junioren-Rennen war Josef Rauber (St. Wendel) der große Pechvogel des Stevens Cyclo-Cross Teams: Mitte des Rennens stürzte er auf Platz 20 liegend so unglücklich auf der Metallbrücke, dass er mit einer Prellung an der Schulter das Rennen vorzeitig beenden musste. Somit war es dem Zschopauer Toni Bretschneider vergönnt, als erster Stevens-Fahrer bei einem Worldcup in der Saison 2007/08 die Ziellinie zu überqueren: in ersten Worldcup seines Lebens schlug sich der 16-jährige Sachse wacker und wurde am Ende 34.
Text und Fotos: Armin M. Küstenbrück
23.10.2007

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