International auf Tour

Von Hamburg bis Landskron und zurück

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Assen (European Junior Cycling Tour) Text: Alexander Böker

Die Hamburger waren mit acht Sportlern angereist. In der U15 gingen Vorjahresetappensieger Benet Metz (RGH) und Teamkollege Noah Böker an den Start. In der U17 („Nieuwelingen“) traten Daniel Prien (RGH), Jasper Pahlke (HRG), Luca Rohde (RGH) und Hauke Schwarm (RGH) an – und Frederik Rassmann und Philipp Grote (beide RGH) fuhren in der höchsten Klasse mit, bei den Junioren. Begleitet und gecoacht wurden die Renner von RGH-Trainer Leonard Diekmann.
So viel vorab: Auch in diesem Jahr hat es wieder ein Hamburger aufs Treppchen geschafft -  Luca Rohde erkämpfte sich den dritten Platz bei der Wertung ums grüne Sprint-Trikot. Bei den Tagesetappen sprangen einige etwas undankbare fünfte Plätze heraus, und der ganz stark aufgetretene Frederik Rassmann verpasste das Treppchen bei der Wertung ums grüne Trikot nur knapp – aber generell gilt: Alle Fahrer kämpften sechs Tage lang vorbildlich und mit vollem Einsatz, trotz Sturzpech, Lospech bei den Startaufstellungen, Starkwind und dem einen oder anderen Regenguss.

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In den Rennen machten unsere Fahrer ein wirklich gutes Bild - in Assen wird anders gefahren als in Deutschland – hier geht es vom Start weg zur Sache, über die volle Distanz wird Vollgas gefahren, ohne Tempo-Verschleppungen, wie man sie in Deutschland durchaus mal in Rennen hat. Das mündet dann in einem Renntempo von gut 40 km/h bereits in der U15 und 44 km/h bei der U17. So mancher fährt da vom Start weg am Anschlag. Der Sieger im Einzelzeitfahren bei den Junioren legte einen Schnitt von 46,2 km/h aufs holländische Klinker-Kopfsteinpflaster. Bei Fahrerfeldern von 70 bis 140 Fahrern auf engen Straßen wird dann auch schnell klar, was mit „internationaler Härte“ gemeint ist: Bei so einem Rennen geht es vor allem darum, sich eine Position an der Feldspitze zu erkämpfen und zu halten. Was doppelt schwer ist, wenn einem das Los einen Startplatz in einer der hinteren Reihe zugewiesen hat. Aber: Auch das haben unsere Renner gut hinbekommen – vor allem die Schülerfahrer haben in punkto „Fahren im Feld“ einen großen Sprung gemacht. Die U17- und Junioren-Fahrer sind da ja vergleichsweise alte Hasen.

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Es war also eine fordernde Woche – die wahnsinnig viel Spaß gemacht hat. In diesem Jahr hatte wir überdies jede Menge GoPros dabei – und Fynn Witten, der Abend für Abend die Tageszusammenfassungen schnitt. Seine Filme kann man unter http://www.rg-hamburg.de/ anschauen. Alle Einzelergebnisse findet man auf der Seite des Veranstalters (http://www.europeanjuniorcyclingtourassen.eu/), an den an dieser Stelle ein herzliches "Danke" geht. Wir sagen: Bis zum nächsten Jahr, Assen!

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Foto: HRG

Tidaholm (U6 Cycling Tour) Text: Frank Plambeck

Die letzte Woche wird allen noch lange in Erinnerung bleiben, egal ob Männer oder Jugendfahrer! Höchst erfolgreich kehrten unsere 4 Männer- und 4 Jugendfahrer vom 6-Etappenrennen in Tidaholm/Schweden zurück. In beiden Rennklassen harmonierte man sowohl in der Team- als auch in der Einzelwertung.

Für das Männerteam „Harburger RG“ gingen Felix Rieckmann, Sebastian Beyer, Philipp Plambeck und der Shootingstar 2017 Lucas Carstensen an den Start. Im Jugendteam „Harburger RG“ fuhren Louis Lex, Lennart Matthusen, Jasper Pahlke und Moritz Plambeck. Am Montag stand die nur 3,2 km lange 1. Etappe auf dem Programm. Hört sich einfach an, war es aber nicht. Wegen des fast ein Kilometer langen Schlussanstiegs konnte man sich schon über eine Minute Rückstand einhandeln. Alle unsere Renner liessen da aber nichts anbrennen und konnten den Kontakt nach vorne halten. Lucas belegte den 12. Platz von 100 Fahrern, Moritz wurde 10. Von 128 Fahrern. Die 2. Etappe ging über 164 km und 82 km. Wieder setzten sich die „Harburger“, wie wir im Allgemeinen genannt wurden, super in Szene. Den Auftakt machten die Jugendfahrer. Mit einem 42 km/h Schnitt absolvierten sie ihr Rennen. Und wie man es oft bei der Tour de France sehen konnte, holte das Hauptfeld die ausgerissene Spitzengruppe erst 100 m vor dem Ziel ein. Das führte dazu, dass der von Louis super in Position gefahrene Moritz so kurz vor Schluss noch um drei Fahrer rumkurven musste. Mori wurde 3., also Podestplatz! Louis 13., Jasper 19. und Lennart 40. Das bedeutete auch Platz 1 in der Tagesmannschaftswertung. Danach starteten unsere Männer. Und auch hier konnte man sich nicht besser in Szene setzen. Felix hatte Lucas bis 500m vor dem Ziel am Rad. Dieser setzte dann zu seinem Spurt an und gewann die seine erste Etappe! Felix wurde noch 5. Basti und Philipp waren knapp dahinter, d.h. auch hier siegte man in der Tages-Mannschaftswertung.

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Foto: HRG

Die 3. Etappe sollte noch schwerer werden, Bergankunft und lange Etappe (186 km/93 km). Louis war am Ende ganz vorne auf der Etappe. Jasper und Moritz waren ebenfalls noch im 40-köpfigen Hauptfeldes, Lennart etwas dahinter. Das Männerrennen wurde von der schwedischen Tre-Berg Mannschaft mit ihren beiden nationalen Meistern beherrscht. Da sich die „Harburger“ bereits Respekt verschafft hatten, schickten die Tre-Bergs ihren schwedischen Champion nach vorne. Der siegte im Alleingang vor dem Verfolgerfeld, welches von Lucas über Ziellinie geführt wurde. Philipp und Basti führten das Hauptfeld auf Platz 35 und 37 durchs Ziel.

Am nächsten Tag stand das Rundstreckenrennen auf dem Programm. Mit einem 45 km/h Schnitt absolvierte man die 55 km Strecke. Und wieder waren es Lucas und Felix, die vorne reinhielten. Lucas gewann überlegen, Felix wurde 8., Philipp 34. Und wieder gewannen die „Harburger“ die Mannschaftswertung - und das Beste: Lucas übernahm das Gelbe Trikot. Zum Schluss mussten die Jugendfahrer dran. Und: Sieg in der Mannschaftswertung!

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Foto: HRG

Die vorletzte Etappe hatte es wieder in sich. Bergankunft. Im Männerrennen war alles auf Lucas mit seinem Team „Harburger“ fokussiert. Früh setzte sich eine Gruppe ab, konnte den Vorsprung allerdings nicht weit genug ausbauen. Zum Schluss kam dann das Hauptfeld u.a. durch Arbeit von Basti, Fe und Philipp noch mal ganz dicht heran. Beim Bergsprint nach 146 km hatte Lucas beste Beine und wurde 8. Allerdings verlor er 17 Sekunden und musste das Trikot um 3 Sekunden wieder abgeben, schade. Eine weitere starke Führung hinten hätte es ganz anders aussehen lassen können.
Die Jugend war auch wieder stark. Louis und Moritz hatten alles im Griff. Nach 65 km wurde Moritz 4. und konnte auf Platz 6 vorrücken.

Mit der 6. Etappe, ein Einzelzeitfahren über 14 km, sollte die Rundfahrt zu Ende gehen. Lucas startete als Drittletzter, leider einer der Wenigen ohne Zeitfahrrad. Dadurch hatte er keine Chance mehr, seinen Platz zu behaupten. So kam es dann auch. Er verlor über eine Minute und fiel dann noch auf den 14. Gesamtrang zurück. Philipp wurde insgesamt 34., Felix und Bastian 59. und 64.

Lucas belegte den 3. Platz in der Punktewertung. In der Gesamtmannschaftswertung belegte das "Team Harburger" den 10. Platz.

Das letzte Rennen der Veranstaltung war das der U17er: Insgesamt wurde Moritz damit 6., Louis 21., Jasper 24. Und Lennart 57. In der Punktewertung wurde Moritz 3. Und Platz 6 in der Mannschaftswertung von 20 Teams kam auch noch raus. Glückwunsch an alle Jugend- und Männerfahrer für diese tolle Leistung!

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Foto: HRG

Bei der Ysocina-Tour in Tschechien trumpfte ebenfalls eine Hamburger-Delegation auf: Lucas Carstensen (HRG) war dort u.a. auf der zweiten Etappe siegreich. International wurde auch bei der heimischen EuroEyes Youngclassics-Tour gefahren. Der Bericht zu dem dreitägigen Etappenrennen ist unter http://www.radsport-hh.de/cms/index.php?als-team-ueberzeugt nachzulesen.

Joerg Steffens
24.08.2017

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Newsticker

  • Max Lindenau gewinnt
    09.12.2017: Max Lindenau (RV Germania) siegt beim RG Hamburg Crossrennen rund um den BMX Race-Track - vor Felix Holst (Kattenberg) und Lars Kneller (FC St.Pauli Radsport)
  • Alle Jahre wieder - Weihnachtscross
    06.12.2017: Ab sofort kann für das traditionelle Weihnachts-Crossrennen der Harburger RG am 26.12. gemeldet werden - unter www.cyclocross-nord.de
  • Kaffee, Kuchen & Kilometer
    01.12.2017: Vormerken: Der Hamburger RTF/CTF Kaffeeklatsch 2018 findet am 04.02. beim NDR statt. Um eine Anmeldung wird gebeten (Mail:michael.scheibe(at)radsport-hh.de)

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Standpunkte zum dopingfreien Radsport

Der Radsport-Verband Hamburg bekennt sich zum dopingfreien Radsport, nach unseren Leitsätzen soll sich jeder Aktive des Verbandes richten. Unsere beson­dere Fürsorge gilt dem Nachwuchs. weiter

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