Jugendtour in Assen 2018

Wieder dabei

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Foto: K.Sigmund

Der Hamburger Landesverband war (mal wieder) in Assen in den Niederlanden, bei der Jeugdtour Assen. Immer Anfang August findet dort ein riesiges Radsportspektakel für den Nachwuchs statt. Die sechstägige Rundfahrt zieht Jahr für Jahr (inzwischen sind wir bei der 54. Austragung) mehrere 100 Rennfahrer und Rennfahrerinnen aus etlichen Ländern an. Neben einer großen Fraktion aus England sind unter anderem Fahrer aus Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Dänemark, Polen und sogar Südafrika am Start. Hier kann man lernen, wie Radrennen in internationalen, großen Fahrerfeldern gefahren werden: hart, schnell, gnadenlos, jedes Rennen ist von Kilometer eins ein Ausscheidungsfahren. Bei all dem kommt aber auch eine Festival-ähnliche Stimmung nicht zu kurz – und die Ruhe und Gelassenheit der Organisatoren und Kommissäre ist stets eine helle Freude.

Uuuuuuultraknapp sind wir in diesem Jahr am Treppchen vorbeigeschrammt! Jasper Pahlke (U17, Harvestehuder RV) fehlte am Ende eine einzige verdammte Sekunde in der Gesamtwertung! So ein Pech! Aber dennoch: Was für eine grandiose Leistung, Jasper! Du bist bärenstark gefahren!

Fünf Fahrer in der U17– Jasper Pahlke (HRV), Daniel Prien, Hannes Anders, Noah Böker, Cedric Stein (alle RG Hamburg), Philipp Grote und Hauke Schwarm bei den Junioren (beide RGH) – und eine Fahrerin (Marla Sigmund, U17, FC St. Pauli) standen für Hamburg am Start. Während unsere beiden routinierten Junioren die Rundfahrt vor allem zum Formaufbau bzw. für weitere Rennpraxis nutzen wollten, feierte Marla ihre Assen-Premiere – und schlug sich prächtig. In der weiblichen U17 werden in Assen die Rennen deutlich schneller und härter gefahren als in Deutschland – aber Marla bewies, dass sie international bestens mithalten kann, erreichte stets im Feld das Ziel und stellte mit einer ausgezeichneten Platzierung beim Zeitfahren auch ihre Time-Trial-Qualitäten unter Beweis. Schön gemacht, Marla!

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Foto: L. Dieckmann

Bei unseren U17ern standen die beiden Kapitäne Jasper und Daniel im Vordergrund. In diesem Jahr fuhren die Jahrgänge 2002 und 2003 fast alle Rennen getrennt aus, so dass Jasper und Daniel vor allem auf die Helferleistung von Hannes vertrauen mussten, der seine Aufgabe perfekt löste. Nur beim "Klassiker"– ein 90-Kilometer-Rennen durch die Provinz Drenthe, inklusive einen laaangen Passage mit üblem Kopfsteinpflaster – standen beide Jahrgänge miteinander am Start. Bei der Material- und Hitzeschlacht verkauften sich unsere Jungs traumhaft. Nach einem Defekt von Hannes auf dem Kopfsteinpflaster trat ihm der selber gut im Feld fahrende Noah ohne Zögern sein Hinterrad ab, und Hannes kämpfte sich in Profi-Manier im Alleingang wieder in die Spitze hinein – Wahnsinns(team-)leistung! Jasper, Daniel und Hannes kamen wie geplant vorne ins Ziel, gefolgt vom starken Cedric – und Jasper setzte am Folgetag beim Zeitfahren noch einen drauf und fuhr auf den 6. Platz! Am vorletzten Tag dann Jaspers entscheidender Coup: Acht Kilometer vor Rennende animierte er einen Mitfahrer zum Fluchtversuch – und wurde belohnt! Platz zwei, endlich das Podest, 13 Sekunden Vorsprung vor dem Feld plus Bonussekunden – das bedeutete plötzlich Platz drei in der Gesamtwertung!!!

Nun also kam es auf das Finale am letzten Tag an, ein kurzes, ultraschnelles Kriterium mit so gut wie keinen Möglichkeiten für Fluchtgruppen. Es war klar, dass das Rennen auf einen Massensprint hinauslaufen würde. Jasper hatte zwei Sekunden Rückstand auf Platz zwei und eine bzw. drei Sekunden Vorsprung auf Platz vier und fünf. Beim Zieleinlauf rissen wir schon die Arme hoch – und dann schob sich doch auf den letzten Metern noch ein Fahrer an Jasper vorbei und verwies ihn um wenige Zentimeter auf Platz fünf in der Tageswertung. Es begann das Zittern – und nach einer Stunde gab es die traurige Gewissheit: Jasper war vom dritten Platz verdrängt, landete mit einer Sekunde Rückstand auf Platz vier. Und das nach dem ebenfalls bitteren vierten Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Juni! Verständlich, dass Jaspers Enttäuschung riesig war. Aber, Jasper, du bist so unfassbar gut Radrennen gefahren und so ein starker Fahrer mit PrAlles in allem war das eine Super-Woche. Mit tollen sportlichen Erfolgen, netten Menschen, einer schönen Unterkunft, bestem Wetter und vor allem ganz viel Spaß. Assen, wir kommen wieder!ofi-Potenzial: Dann klappt’s eben bei den Youngclassics in zwei Wochen!

Alexander Böker
09.08.2018

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