Wir sind alle Cross

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Foto: Balint Hamvas

Näher als beim CYCLOCROSS, kann man als Zuschauer dem Sportler kaum kommen. Die Intensität eines  jeden Moments, ist entlang der Strecke spührbar, ja, fast greifbar. Sonne, Regen, Schnee, Dreck, Matsch oder Sand. Kein Rennen gleicht dem anderen. Selbst ein einziges Rennen, bietet von Runde zu Runde, von einer Minute auf die nächste, neue, entscheidende Vor- und Nachteile für die Beteiligten. Packende Zweikämpfe oder der Kampf eines einzelnen, gegen sich ihm in den Weg befindliche Widrigkeiten. Am Ende der 60 Minuten Renndauer ist es oftmals völlige Erschöpfung wie gleichermaßen Zufriedenheit und ein Augenblick des Triumphs. Über andere wie über sich selbst. Das und noch viel mehr ist CYCLOCROSS. Zu dem mehr gehören nicht nur die Fahrer- und Fahrerinnen sondern auch jene, die den Sport ebenso intensiv miterleben, jedoch ohne am Ende über eine Ziellinie fahren zu dürfen. Sie sitzen oder liegen in den Kurven, das Objektiv nur wenige Zentimeter vom Erdboden entfernt, stehen an den spektakulären Punkten wie auch unerwartet entlang der Strecke. Sie halten genau jene Momente fest, in denen sich meist das Leid, die Freude und die Lust des CYCLOCROSS-fahrens und erlebens, in den Gesichtern der aufgenommenen wiederspiegelt.

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Foto: Balint Hamvas

BALINT HAMVAS ist einer von ihnen. Der Londoner Fotograf liebt den Radsport. Vorallem und immer wieder CYCLOCROSS. BALINT HAMVAS: "Ich bin verrückt nach Cyclocross. So ein Rennen dauert maximal eine Stunde - da gibt es kein zögern oder warten. Da heißt es nur, alles oder nichts. Dann noch das Wetter, was ein ganzes Rennen natürlich dramatisch verändern kann - das alles, gibt es so nur beim Cyclocross." BALINT HAMVAS läßt kaum ein internationales Querfeldein-Rennen undokumentiert. Ob Superprestige-Rennen in Belgien oder den Niederlanden, ToiToi-Cup in Tschechien, World-Cups in Europa oder den USA und natürlich die Weltmeisterschaften im Cyclocross - zahlreiche Fotos davon hat er bereits veröffentlicht.

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Gibt es dabei auch für ihn, noch Augenblicke, Eindrücke, die ihm ganz besonders fasziniert haben? "Ich habe bislang über 200 Rennen abgelichtet - da hat man natürlich jede Menge Erinnerungen und Eindrücke. Viele sind für sich besonders und einzigartig. Das Rennen in Zonhoven, dass ist jedoch eines, was immer wieder alle anderen topt. Wenn am Nachmittag dann die Männer-Elite loslegt und die steile Sand-Abfahrt hinunter in den Kessel voller Fans beginnt, da bekomme ich immer wieder aufs neue eine Gänsehaut." Wie sieht es überhaupt damit aus - verfolgst du den Rennverlauf? Bekommst du überhaupt mit,während du fotografierst, wer vorne ist, wer am Ende mit der Siegerpose unter dem Zielbanner hindurch gefahren ist? "Gute Frage", schmunzelt BALINT, "Ich sage es mal so: ich weiß zwar meistens wer tatsächlich gewonnen hat, aber wie das zu stande gekommen ist, bekomme ich dann nicht wirklich auf die Reihe. Nach dem Rennen sprechen mich einige immer darauf an, dass ich die Spannung eines Rennens oder Szene so gut aufgenommen habe. Das bekomme ich im Rennen natürlich gar nicht mit. Eines der für mich spannendsten und aufregendsten Cross-Rennen, war die belgische Meisterschaft 2015 - ich konnte nämlich nicht selber dort sein und musste das Rennen zu Hause am TV mitverfolgen." In ZEVEN am 26.11. ist BALINT HAMVAS natürlich wieder mit seiner Kamera dabei. Mit im Gepäck wird er sicherlich auch sein aktuelles Foto-Buch "CYCLOCROSS 15/16" (http://cyclephotos.co.uk/) haben. Augen auf!

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Foto: Balint Hamvas

Während am CYCLOCROSS-Sonntag in ZEVEN die Nordeutschen Top-Crosser- und Crosserinnen ihr bestes geben werden (Start 9:30 Uhr), sind am Samstag zuvor die internationalen Top-Stars an der Reihe. Beim CYCLOCROSS WORLD-CUP geht es für sie um wertvolle Ranglistenpunkte und am Ende, um das Trikot des Jahresbesten. Nicht als Kandidat für das Trikot des Führenden aber als der Super-Sympath des Top-Cyclocross-Zirkus kommt der Amerikaner JEREMY POWERS in Frage, POWERS, der ursprünglich wie viele der im Cross-Bereich aktiven aus der MTB-Szene kommt, gilt in seiner Heimat - und nicht nur dort - als der Nice-Guy des profesionellen Cross-Sports. Der mehrmalige und aktuelle amerikanische Meister engagiert sich im Kinder- und Nachwuchsbereich, leitet Cross Work-Shops und ist das Aushängeschild des deutschen Fahrrad-Herstellers FOCUS in den USA. Im gleichnamigen RAPHA FOCUS-Team ist JEREMY POWERS seit einigen Jahren erfolgreich unterwegs. Der 34-jährige Rad-Profi ist nicht unwesentlich daran beteiligt, dass der Cyclocross-Sport in den USA einen wahren Boom erlebte. JEREMY POWERS weiß seine gelebte Leidenschaft CYCLOCROSS nicht nur wirkungsvoll zur Schau zu stellen sondern auch dementsprechend positiv zu vermarkten. Beides kann überaus hilfreich und nützlich sein, den Querfeldein-Sport weiter aus der Sackgasse der Nichtbeachtung, des Nischendaseins zu bringen. Auch hier zu lande, denn unterstützende Hilfe und Partner findet POWERS auch aus Deutschland. „Das macht es für mich natürlich nochmal besonders beim WORLD-CUP in Deutschland zu starten. Mit Focus habe ich ja einen Ausrüster, der nicht weit von Zeven zu Hause ist. Dazu ein völlig neuer Kurs, schon echt spannend“ so POWERS.

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Foto: Balint Hamvas

JEREMY POWERS, der bei den ersten WORLD-CUP Rennen aufgrund einer Verletzung nicht an den Start gehen konnte, hat auch in Europa eine große Fan-Gemeinde, die auf ihn wartet. „Es war natürlich ärgerlich, nicht bei Crossvegas und in Iowa mit dabei sein zu können. Auch deshalb brenne ich darauf, endlich wieder bei den kommenden WORLD-CUP Shows in Koksijde und ZEVEN loslegen zu können“. Auf einen seiner favorisierten Cross-Parcours muss sich POWERS aber noch etwas länger gedulden: „Das ist schon irgendwie der Kurs in Namur. Der ist technisch wie körperlich, eine absolute Herausforderung für jeden Fahrer“.

Ob auch die Strecke auf dem Zevener Veranstaltungsgelände Hinter der Ahe am 26.11. für JEREMY POWERS und die internationale Welt-Elite eine Herausforderung darstellt, bleibt abzuwarten. Etwas besonderes sollte sie hingegen auf jeden Fall für alle am 27.11. sein – denn dann finden dort die LANDESVEREBANDSMEISTERSCHAFTEN der teilnehmenden Nordverbände statt. Was den amtierenden amerikanischen Meister und Rapha Focus Team-Fahrer zu einem abschließenden „Really? That´s awesone – Rock It“ hinreißen lässt.

Für alle heißt es also, auf nach ZEVEN. TICKETS für den den CYCLOCROSS WORLD-CUP gibt es an der Tageskasse am Veranstaltungsgelände Hinter der Ahe sowie auch an ausgewählten Vorverkaufsstellen. Informationen zum WORLD-CUP unter https://worldcupzeven.de/home  alles wissenswerte zur LANDESVERBANDSMEISTERSCHAFT NORD unter http://www.fcstpauli-radsport.de/

Joerg Steffens
22.11.2016

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