Querfeldein an Weihnachten

Zwei Siege in Harburg für Stevens-Crosser

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Mit zwei Siegen haben die Rennfahrer des Stevens Cyclocross-Teams die Weihnachtstage beim Heimspiel ausklingen lassen. Enno Quast gewann beim Weihnachtscross in Harburg das Rennen der Junioren und Johannes Sickmüller wiederholte seinen Sieg von vor zwei Jahren. Bei der Elite sorgte Ole Quast sogar für einen Doppelerfolg.

Das Rennen der Junioren hatte zunächst Alexander Voß als Solist an der Spitze bestimmt. Gleich in der ersten Runde setzte er sich vorn ab, gefolgt von Enno Quast und dem Dänen Jonas Gudal. Besonders der Däne zeigte sich hartnäckig und ließ den Vorsprung von Alexander Voß nicht zu groß werden. Davon profitierte schließlich Enno Quast, der Mitte des Rennens schnell die Lücke nach vorn schloss. Aber auch Gudal konnte noch einmal aufschließen, trotzdem waren sich die beiden Stevens-Crosser einig. Enno Quast verschärfte das Tempo und hatte bald eine kleine Lücke. „Als ich mich dann umdrehte, war plötzlich keiner mehr da“, so Quast, der so auch nicht mitbekam, dass sein Teamkollege stürzte und hinter dem Dänen schließlich Dritter wurde. „Der ist in einem Sandstück eine Welle gefahren. Beim Ausweichen bin ich weggerutscht“, erklärte Voß den plötzlichen Rückstand. Der Platz direkt hinter seinem Teamkollegen sei ihm sicher lieber gewesen, gab Alexander Voß hinterher zu. Zufrieden war er aber dennoch.

Ganz und gar nicht zufrieden war dagegen Finn Lukas Schmidt. Für den Führenden im Deutschland-Cup war das Rennen schon nach wenigen Metern wieder vorbei, nachdem er im Startgedrängel stürzte und dabei der Lenker brach.

Nach dem vierten Platz durch Maximilian Voß in der Jugendklasse begann die Solovorstellung von Johannes Sickmüller. Im Rennen der Elite hatte er sich schon nach einer halben Runde an die Spitze gesetzt und machte sich auf, den Sieg aus dem Jahr 2005 zu wiederholen. „Das war ganz klar mein Ziel heute“, sagte er nach dem Rennen. Entsprechend war auch seine Fahrweise. Hatten Ole Quast und der Herforder Stephan Sprinke anfangs noch Sichtkontakt, wurde der Vorsprung bald immer größer. Bis auf anderthalb Minuten fuhr Johannes Sickmüller der Konkurrenz davon und konnte es sich so leisten, „mal ein bisschen rauszunehmen.“ Dahinter konnte sich auch Ole Quast lösen und auf einen sicheren zweiten Platz fahren. „Das ist einer der schwersten Kurse in Deutschland. Deshalb freue ich mich ganz besonders über diesen zweiten Rang“, so der Stevens-Fahrer, der den Dritten, Fabian Brzezinski, routiniert auf Distanz hielt. Mit Benjamin Hill auf Rang neun fuhr ein dritter Fahrer des Hamburger Teams in die Top Ten, Florian Schröder wurde 16. „Ich musste nach einem Schaltungsdefekt weit laufen und habe so viele Plätze verloren“, so der Lange, der bis dahin auf Rang fünf gelegen hatte.

Pech beim Weltcup

Der Weltcup im belgischen Hofstade, der traditionell am zweiten Weihnachtsfeiertag ausgetragen wird, zählt zu den schwersten und kräftezehrendsten der ganzen Saison. Dabei sind es nicht die Höhenmeter, denn die sind praktisch kaum vorhanden. Schon mehr ist es der Matsch, vor allem, wenn es wie in diesem Jahr über Nacht geregnet hatte. Die größte Herausforderung ist aber der Sand, der fast ein Drittel der gesamten Strecke ausmacht und den Fahrern neben technischem Können auch viel Kraft abverlangt.

Für die Sportler vom Hamburger Stevens Cyclocross-Team allerdings war der Ausflug nach Belgien eher eine Lehrstunde, nachdem sowohl der Dresdner René Birkenfeld als auch der Schweizer Christian Heule bereits in der ersten Runde Defekt hatten. Als erstes erwischte es den Schweizer Meister Christian Heule, dem bei einem Sturz ein Teil des Umwerfers abbrach und er das Rennen weit hinten wieder aufnehmen musste: „Als ich am Depot ankam, kam mir die Spitze auf der anderen Seite fast schon wieder entgegen“, meinte er etwas enttäuscht nach dem Rennen. Doch Heule wollte nicht aufgeben und kämpfte sich auf dem kräftezehrenden Kurs noch auf Rang 19 vor. Weit kam aber auch der Deutsche Meister René Birkenfeld nicht: Ein Plattfuß kurz nach dem erster Depotfahrt zwang den Sachsen, fast eine halbe Runde zu laufen. „Als ich Letzter war, habe ich mich entschieden, eine Technik-Training unter Rennbedingungen zu absolvieren“, konnte Birkenfeld seinem Pech dann doch noch eine positive Seite abgewinnen. Dennoch war er mit dem 41. Platz nicht glücklich.

Bei den Junioren sorgten die beiden Stevens-Fahrer zumindest für einen kleinen Lichtblick: Josef Rauber wurde als bester Deutscher 24., Toni Bretschneider wurde nach einem Sturz 38. „Ich habe in den Sandpassagen immer wieder Zeit und Plätze verloren“, musste Rauber dem schweren Kurs Respekt zollen. Yannick Tiedt wurde in der U23-Klasse 39.
Rene Penno /Pressemitteilung (PM) des Unternehmens Stevens
27.12.2007

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