Teamzeitfahren: Junioren-Bundesliga und Deutsche Meisterschaft der U 17

Zweimal Vierer auf Fünf

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Foto: Privat

Obwohl durch mehrere Absagen nicht gerade in Idealbesetzung, gingen beide Vierer hoch motiviert, bei optimalen Bedingungen, an den Start. Dennoch konnten die Sportler durch ihre teamfähige Einstellung eine bemerkenswerte sportliche Leistung abliefern. Das Bundesligateam, in der Besetzung Jan Biemann, Philipp Grote, Christoph Heese und Enric Wiemann, konnten in der Endzeit noch das Stevens Juniorenteam Thüringen und das Team aus Rheinland-Pfalz hinter sich lassen. Lange Zeit mit 3 Mann unterwegs, wurde die Distanz von 50 km in 1:02:30 absolviert. Auch die U 17 Jungs, über 40 km, mussten nach 22 Kilometern auf den 4. Mann verzichten. Noch auf Medaillenkurs war somit das Unterfangen fast aussichtlos, da sich das Rennen in der 2. Hälfte entscheidet. Gestartet waren Moritz Plambeck, der ein furioses Rennen fuhr, Daniel Prien, der über sich hinausgewachsen ist, Luca Rohde mit einer zu erwartenden Leistung und Louis Lex, der sich in der Zeitfahrdisziplin meist schwer tut. 15 Teams aus ganz Deutschland waren bei der U 17 am Start. In beiden Nachwuchsklassen waren die Teams aus NRW nicht zu schlagen. Hut ab vor denen, die sich einer solchen Herausforderung stellen! Auch im Nachwuchs ist Teamfähigkeit gefordert und wird selbstverständlich in den Strukturen (BDR, Verband) wahrgenommen. Man sollte auch in den Vereinen diesbezüglich mit mehr Nachdruck ausbilden und verstärkt darauf einwirken. Ergebnisse unter: http://www.mikro-funk-timing.de/ergebnisse/spee-cup-genthin-2017/u17m-mzf-pdf.pdf

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Foto: Privat

Philipp Grote zum Vierer in Genthin:

Auch wenn bei den bisherigen Bundesliga Rennen das "im Team Fahren" noch nicht ganz so gut geklappt hat, konnten wir dieses Mal beweisen, dass wir es doch können – klar, etwas anderes kann man bei einem Teamzeitfahren auch nicht erwarten. Es blieb nur die Frage, welche vier der sechs Fahrer des Teams im 4er gegen die Zeit und die Zeiten der anderen Teams antreten, doch als zwei Fahrer abgesagt hatten, war das auch geklärt. So mussten wir leider ohne unsere Top-Fahrer Frederik und Domenic den Hamburger 4er bestücken. Weil nicht alle unserer Fahrer aus Hamburg kommen, sondern auch aus der Metropolregion bzw. angrenzenden Bundesländern, war ein gemeinsames Training im Vorfeld schwer zu organisieren gewesen – schon die unterschiedlichen Schulzeiten stellten ein Problem dar. Immerhin aber konnten sich drei Fahrer schon mal mit ihrem Rad vertraut machen und teilweise zusammen trainieren. Der vierte musste sich am Tag vor dem Wettkampf mit dem Rad anfreunden, was nur teilweise gelang. So eine Zeitfahrmaschine muss ja „passen“ wie ein guter Anzug. Auch nachdem wir den Vorbau am Wettkampftag noch etwas verstellt hatten, war noch nicht alles perfekt, aber viel Zeit zum Start blieb nun auch nicht mehr. Bei der Materialkontrolle wurde dann jedes Rad auf Entfaltung/Übersetzung und auf die Abstände zwischen Sattelspitze und Tretlager und zwischen Tretlager und Spitze vom Zeitfahraufsatz geprüft. Und siehe da: Bei drei von vier Rädern gab’s keine Probleme, nur mein Lenker war 2 cm zu weit vorne (mit genau dieser Einstellung bin ich allerdings in Linden problemlos die EZF DM gefahren), also musste 10 Minuten vor dem Start noch der Lenker nach unten gekippt werden, da man an die Schrauben, die die Zeitfahraufsätze klemmen, nicht heran kam. In dieser Position waren es zwar immer noch 3 mm zu viel, aber nur wenn man den Schalthebel mit Gewalt über den Anschlag hinaus bewegte.

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Foto: Privat

Lange Rede, kurzer Sinn: Wir waren schon vor dem Start schweißnass!

Nach etwas Diskutieren konnten wir dann aber doch rechtzeitig von der Startrampe rollen, uns in der am Tag zuvor abgesprochenen Reihenfolge einordnen und Gas geben. Doch die Tatsache, dass wir vorher nicht nennenswert zusammen trainieren konnten, rächte sich schnell, denn nach bereits ca. 5 km war der 4er zu dritt unterwegs. Das ist zwar nicht so schlimm, da im Ziel die Zeit vom 3. Fahrer genommen wird, aber es waren noch 45 km zu fahren, und da freut man sich über jede Sekunde, die man selber nicht vorne im Wind fahren muss! Also hieß es: Zähne zusammenbeißen und weiter fahren! Doch als nach der 2. und damit letzten Wende dem 3. Fahrer die Kräfte schwanden, wurde es für die anderen beiden noch härter, da sie jetzt zu zweit die Führungsarbeit leisten mussten. Die tolle Überraschung erlebten wir dann im Ziel, nach genau 1.02 Stunden und 50 Kilometern: Platz fünf! Damit konnten wir sogar recht starke Teams wie das aus Thüringen oder das Team Wipotec hinter uns lassen. Das gibt uns für das letzte Rennen am kommenden Wochenende am Bilster Berg sicher Aufwind!

Uwe Messerschmidt
06.09.2017

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