Senator Carsten-Ludwig Lüdemann startet das extrem harte Rennen der Junioren

Zweiter DM-Tag: Schwere Steigungen, Spitzenkehren und Stürze - bester Hamburger: Felix Rieckmann

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Am zweiten Tag der Deutschen Meisterschaften in Hamburg-Harburg, am heutigen Sonntag, stand Eißendorf wiederum im Zeichen des bundesdeutschen Radsports. Hunderte von Nachwuchstalenten waren in die Sportstadt Hamburg gekommen – unter ihnen Rick Zabel, der Sohn des Profi-Radstars Erik Zabel. Rick und sein Betreuer – das ist sein Großvater Manfred Swierkowski, der schon erfolgreicher „Friedensfahrt“-Fahrer im früheren „Ostblock“ gewesen ist - wollten heute zeigen, dass der Rennfahrer Zabel jun. zu Recht fast den gleichen Vornamen trägt wie die einstigen Radsportkönige Rik van Steenbergen („Rik I.“) und Rik van Looy („Rik II.“). 

Die Schirmherrschaft für die Deutschen Meisterschaften hatte die Senatorin für Bildung und Sport, Alexandra Dinges-Dierig übernommen.

Zu den Favoriten gehörte zum Beispiel auch Julian Lehmann von der Harburger RG (U15) - erst 14 Jahre alt, aber schon 1,76 Meter groß. Er ist der Sohn von Bernd Lehmann, der bei den Jugendmeisterschaften 1980 – damals auch in Hamburg - in der damaligen Jugend B auf den 16. Platz fuhr und heute Sportlicher Leiter des Radsport-Verband Hamburg (RVH) ist. Zu den Favoriten zählten die Experten vor den DM-Rennen auch den überaus profilierten Hamburger Rennfahrer Ole Quast vom Harvestehuder RV (U19), dessen Bruder Enno – unter den Argusaugen seines Vaters, des ehemaligen Germania-Vorsitzenden Volker - gestern schon den extrem anspruchsvollen Harburger Rundkurs bewältigt hatte. Zu den Mitfavoriten konnte sich ebenfalls Jan-Robin Reikowski (RV Germania Hamburg) zählen – trainiert und betreut von Onkel Marcus und Großvater Hans-Peter, beide der Hamburger Radsport-Szene auch seit Jahrzehnten als erfolgreiche Rad-Engagierte bekannt.

Um 9 Uhr in der Früh’ war es dann wieder soweit - 125 junge Rennfahrer starteten den Kampf auf den Rennmaschinen: Das Rennen begann, das über den neuen Deutschen Meister in der Klasse U15 entscheiden sollte. 42 Kilometer galt es zu bewältigen – sechs lange Runden unter dem Patronat von Skoda Köhnke Meckelfeld.

Das Rennen war hart. Etliche der gestarteten Jugendfahrer wurden in mehrere Stürze verwickelt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 36,04 Kilometer. Eine sehr gute Leistung – angesichts der außerordentlich schweren Steigungen, die bezwungen werden mussten. Am Schluss spurtete Thomas Schneider (VCS Köln) auf den ersten Platz; damit ist der NRW-Fahrer neuer Deutscher Meister. Der Vizemeister heißt Jonathan Bühn (RV Germania Forst, Baden). Dritter wurde Dominik Reuter (RV Kressbronn, Württemberg). Auf einen sehr beeindruckenden vierten Platz spurtete – zeitgleich mit dem Sieger - der Hamburger Felix Rieckmann (RG Harburg). Julian Lehmann – gleichfalls Harburger RG – kam auf Platz 60. Lasse Walas – auch Fahrer der RG Harburg – erkämpfte sich Rang 69. Auch das eine recht gute Leistung – sind doch nur 94 Fahrer überhaupt am Ende noch ins Ziel gerollt. Mit-Favorit Rick Zabel (RSV Unna, NRW) kam auf Platz 64.

Bei der weiblichen Jugend, in der Klasse U15, waren 49 Rennfahrerinnen für den Start gemeldet, die 35 schwere Kilometer zu fahren hatten. Den Meister-Titel gewann Jessika Eckhardt (TV Attendorn 1900, NRW). Sie bezwang am Ende Lara Tomisch (RSV Edelweiß Achkarren, Baden). Dritte wurde Sarah Fischer (RV Concordia Reute, Baden). 38 Fahrerinnen sind ins Ziel gekommen – unter ihnen die beeindruckende Hamburger Fahrerin Michelle Klawonn (RG Harburg), sie kam heute auf Rang 26. Justizsenator Carsten Lüdemann – der auch schon Sportstaatsrat in der Behörde für Bildung und Sport (BBS) gewesen ist – ehrte die fröhlichen Siegerinnen. 

Senator Carsten-Ludwig Lüdemann feuerte den Startschuss für die Alterklasse U19 ab. Die Junioren hatten ein extrem hartes Rennen zu bestehen – über stolze 133 Kilometer. Selbst Petrus hatte kein Erbarmen mit den Pedaleuren. Immer wieder goss es in Strömen. Auch deswegen gab es schwere Stürze. Das Feld der 160 gestarteten Rennfahrer wurde förmlich auseinander gesprengt. Erbarmungslos forcierten die verwegenen Spitzenfahrer immer wieder das ohnehin schon sehr hohe Tempo. Nur 46 Rennfahrern gelang es, das Ziel im Ehestorfer Weg zu erreichen – alle anderen waren, aus den verschiedensten Gründen, bald gezwungen, das superschwere Rennen resigniert aufzugeben.

In einem grandiosen Schlussspurt siegte ein 18-jähriger Schüler des Sportgymnasiums Chemnitz: Peter Clauß aus dem geschichtsträchtigen Eisenbahnerverein Lok Zwickau. Der sympathische Nachwuchsfahrer aus dem Bundesland Sachsen freute sich riesig, als er – der neue Deutsche Meister – vom Vorsitzenden des Radsport-Verband Hamburg (RVH) den Siegerpokal der Sportstadt Hamburg überreicht bekam. Der Vizemeister in dieser Klasse ist seit heute Bastian Bürger (RV Concordia 1926 Karbach, Bayern). Auf den sehr guten dritten Platz kam Philipp Ries (RSV Rheinstolz Wyhl, Baden).

Von den für Hamburg gestarteten Rennfahrern gelang es schließlich nur Jan-Robin Reikowski, sich sicher zu behaupten. Der Fahrer des RV Germania kam nach 03:27:28 Stunden auf Rang 29 – ein weiterer schöner nationaler Erfolg für den Schüler, der das Gymnasium Schenefeld besucht.
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Aufw?rmen: Vor dem Start

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Cordula Zabel (r.) - Ehefrau des Sprinter-Profis Erik

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Sponsor Stephan Dirks (Trenga De) mit Dieter Skodda (2. RVH-Vorsitzender)

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Detlef Zabel (r.), der Vater von Erik Zabel, mit Ehefrau Marianne und Reinhold B?hm

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Der Trainer und Gro?vater von Rick Zabel: Manfred Swierkowski mit Ehefrau Ursula

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Harburger Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg mit Ehefrau Birte und Sohn Moritz

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Sch?lerinnen U15: Vor dem Start

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Sch?lerinnen U15: In voller Fahrt

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Die weiblichen Sieger (v. r.): Sarah Scharbach, Jessika Eckhardt und Lara Tomisch - mit Senator Carsten L?demann

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Die U15-Fahrer vor dem Start

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Die Sieger bei U15 (v. r.): Dominik Reuter, Thomas Schneider u. Jonathan B?hn

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Jan-Robin Reikowski - unmittelbar vor seinem Start

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Junioren-Fahrer: Vor ihrem gnadenlosen Rennen

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U19: Gedr?nge auch bei den Begleitfahrzeugen

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Jugendfahrer am Harburger "Waseberg"

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Hans-Peter Reikowski (l.) freut sich mit Frank Plambeck ?ber die souver?ne Fahrt von Jan-Robin

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Moderator Karl-Heinz Knabenreich interviewt den neuen Junioren-Meister Peter Clau?

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RVH-Vorsitzender Manfred Schwarz ?berreicht Peter Clau? den Siegerpokal der Sportstadt Hamburg

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Info-Point: Tom Soltau (Vorsitzender der RSG Blankenese) mit Tom Kapser

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Alles im Blick (v. r.): Christine M?hle (National Commissaire), BDR-Vize-Pr?sident Toni Kirsch und Ehefrau

Text und Fotos: Manfred Schwarz
17.06.2007

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